<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
		<id>http://dadaweb.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Freie_Liebe</id>
		<title>Freie Liebe - Versionsgeschichte</title>
		<link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://dadaweb.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Freie_Liebe"/>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;action=history"/>
		<updated>2026-04-20T18:33:25Z</updated>
		<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in DadAWeb</subtitle>
		<generator>MediaWiki 1.30.1</generator>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=17917&amp;oldid=prev</id>
		<title>Maurice S: /* Ideengeschichte */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=17917&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2021-06-04T08:50:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ideengeschichte&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 4. Juni 2021, 08:50 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l10&quot; &gt;Zeile 10:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 10:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die anarchistischen Auffassungen von Freier Liebe greifen im großen und ganzen auf Vorstellungen über eine paradies-ähnliche Neuordnung des Liebeslebens, der Sexualität und der Verhältnisse zwischen den Geschlechtern zurück, so wie diese von utopistischen Theoretikern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurden, insbesondere von [[Charles Fourier]] in seiner Konzeption einer &amp;quot;Neuen Liebeswelt&amp;quot; (vgl. Charles Fourier 1977), die nicht nur die anarchistische Debatte über Liebe und Sexualität in Frankreich, sondern auch in anderen Ländern nachhaltig prägte. So wurden [[Charles Fouriers]] Ideen der deutschen Arbeiterbewegung - und damit auch dem anarchistischen Spektrum - von August Bebel in seinem Bestseller &amp;quot;Die Frau und der Sozialismus&amp;quot; (1883) und [[Charles Fourier]]: &amp;quot;Sein Leben und seine Theorien&amp;quot; (l887) vermittelt, während sie z. B. in den Vereinigten Staaten im Rahmen utopistischer Siedlungsunternehmen Aufnahme erfuhren (und über diese, von deutschsprachigen anarchistischen Emigranten in den [[USA]] aufgegriffen, noch über einen anderen Weg in die deutsche anarchistische Debatte über Freie Liebe eingebracht wurden).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die anarchistischen Auffassungen von Freier Liebe greifen im großen und ganzen auf Vorstellungen über eine paradies-ähnliche Neuordnung des Liebeslebens, der Sexualität und der Verhältnisse zwischen den Geschlechtern zurück, so wie diese von utopistischen Theoretikern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurden, insbesondere von [[Charles Fourier]] in seiner Konzeption einer &amp;quot;Neuen Liebeswelt&amp;quot; (vgl. Charles Fourier 1977), die nicht nur die anarchistische Debatte über Liebe und Sexualität in Frankreich, sondern auch in anderen Ländern nachhaltig prägte. So wurden [[Charles Fouriers]] Ideen der deutschen Arbeiterbewegung - und damit auch dem anarchistischen Spektrum - von August Bebel in seinem Bestseller &amp;quot;Die Frau und der Sozialismus&amp;quot; (1883) und [[Charles Fourier]]: &amp;quot;Sein Leben und seine Theorien&amp;quot; (l887) vermittelt, während sie z. B. in den Vereinigten Staaten im Rahmen utopistischer Siedlungsunternehmen Aufnahme erfuhren (und über diese, von deutschsprachigen anarchistischen Emigranten in den [[USA]] aufgegriffen, noch über einen anderen Weg in die deutsche anarchistische Debatte über Freie Liebe eingebracht wurden).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Anarchistische Freie Liebe war indessen weniger Element oder Grundzug einer ganzheitlichen [[Utopie]] - wie im Fourierismus - sondern stellte vielmehr, als sie im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zunehmend in der anarchistischen Presse erörtert wurde, eine Reaktion auf die sogenannte &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot;, auf Forderungen der damaligen [[Frauenbewegung]] nach politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Gleichberechtigung dar, da die meisten Anarchisten aufgrund ihres [[Antiparlamentarismus]] die Forderung nach Frauenwahlrecht, auf die sich die Bestrebungen damaliger Feministen um politische Gleichberechtigung konzentrierte, als grundsätzlich falsch zurückwiesen und ebenfalls Forderungen nach wirtschaftlicher und sozialer Gleichstellung ablehnten, weil solchen Forderungen der bürgerlichen und sozialdemokratischen Frauenbewegung eine fehlende Radikalität oder falsche Prämissen zu bescheinigen wäre. Diese fehlende Radikalität, von [[Goldman, Emma|Emma Goldman]] als &amp;quot;das Tragische an der Emanzipation der Frau&amp;quot; bezeichnet (vgl. Emma Goldman 1977, S. 9 -18), wurde darin gesehen, dass sozialökonomische Gleichberechtigungsforderungen zum einen letztendlich nur Forderungen nach derselben Ausbeutung und Unterdrückung wären, die, insofern sie bereits Männer betrafen, gerade Gegenstand anarchistischer Kritik waren. Zum anderen würden diese Forderungen die Unterdrückung von Frauen im Privatleben, insbesondere im Bereich der Sexualität, negieren (teils sogar durch einen vermeintlichen feministischen Puritanismus in Sexualfragen verstärken). Damit blieb ein wesentlicher Aspekt der in anarchistischen Revolutionstheorien gerade apostrophierten Notwendigkeit der [[Freiheit]] und Autonomie des Individuums außen vor. Solche Kritik (u.a. von [[Goldman, Emma|Emma Goldman]]) überlagerte sich mit einer prinzipiell ablehnenden Haltung vieler männlicher Anarchisten der sozialökonomischen Gleichstellung von Frauen gegenüber, z. B. in Beiträgen von [[Mühsam, Erich|Erich Mühsam]] über &amp;quot;Frauenrecht&amp;quot; (vgl. [[Mühsam, Erich|Erich Mühsam]] 1979, S. 68-72).[[Bild: Hochzeitstisch.jpg|thumb|left|240px|Foto: [[Benutzer: Uwe_B|Uwe B]]]]Biologischen Deutungsmustern der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen verhaftet, war man(n) der Meinung, dass Männer und Frauen aufgrund ihrer &amp;quot;Natur&amp;quot;, ihrer körperlichen Konstitution, grundsätzlich für unterschiedliche gesellschaftliche Funktionen determiniert waren - Männer zur Erledigung von produktiver Lohnarbeit, Frauen zur Verrichtung von reproduktiver Hausarbeit. Das &amp;quot;natürliche Wesen&amp;quot; des &amp;quot;freien Weibes&amp;quot; (K.K. 1901) sollte sich folglich auf Mutterschaft, Kindererziehung und Haushalt beschränken. Als Konsequenz dieses biologischen Determinismus sowie der Annahme, Forderungen nach sozialökonomischer wie politischer Gleichberechtigung in der vorhandenen Gesellschaft würden nicht grundsätzlich die Emanzipation herbeiführen, galt es, die &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot; nicht im Bereich der Öffentlichkeit, sondern in der Privatsphäre zu lösen. Dabei wurde Freie Liebe als &amp;quot;Revolutionierung der Familie&amp;quot; (Diogenes 1913), als alternative, libertäre Neuformulierung der Sexual- und Ehemoral sowie als Neuorganisierung der unmittelbaren, privaten Beziehungen zwischen den Geschlechtern nicht nur als anarchistische Ethik verstanden. Gleichermaßen galt Freie Liebe als anarchistische Form von Frauenemanzipation, da Freie Liebe die freie Entscheidung von Frauen in Sexual- und Liebesfragen beinhalten würde. Freie Liebe wäre somit zum einen - insofern man die Privatsphäre als &amp;quot;natürliche&amp;quot; Sphäre von Frauen verstand und ihre soziale Betätigung darauf beschränken wollte - die einzig &amp;quot;naturgemäße&amp;quot; weibliche Freiheit in ihrem &amp;quot;eigentlichen&amp;quot; Lebensbereich. Zum anderen galt Freie Liebe - insofern die Freiheit und - Selbstbestimmung des Individuums als Bedingung einer anarchistischen Gesellschaft betrachtet wurde - als (sexuelle) Selbstbestimmung des Individuums in der Privatsphäre als Voraussetzung der souveränen Beteiligung von Frauen an einer Revolutionierung der Gesellschaft in anarchistischem Sinne.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Anarchistische Freie Liebe war indessen weniger Element oder Grundzug einer ganzheitlichen [[Utopie]] - wie im Fourierismus - sondern stellte vielmehr, als sie im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zunehmend in der anarchistischen Presse erörtert wurde, eine Reaktion auf die sogenannte &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot;, auf Forderungen der damaligen [[Frauenbewegung]] nach politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Gleichberechtigung dar, da die meisten Anarchisten aufgrund ihres [[Antiparlamentarismus]] die Forderung nach Frauenwahlrecht, auf die sich die Bestrebungen damaliger Feministen um politische Gleichberechtigung konzentrierte, als grundsätzlich falsch zurückwiesen und ebenfalls Forderungen nach wirtschaftlicher und sozialer Gleichstellung ablehnten, weil solchen Forderungen der bürgerlichen und sozialdemokratischen Frauenbewegung eine fehlende Radikalität oder falsche Prämissen zu bescheinigen wäre. Diese fehlende Radikalität, von [[Goldman, Emma|Emma Goldman]] als &amp;quot;das Tragische an der Emanzipation der Frau&amp;quot; bezeichnet (vgl. Emma Goldman 1977, S. 9 -18), wurde darin gesehen, dass sozialökonomische Gleichberechtigungsforderungen zum einen letztendlich nur Forderungen nach derselben Ausbeutung und Unterdrückung wären, die, insofern sie bereits Männer betrafen, gerade Gegenstand anarchistischer Kritik waren. Zum anderen würden diese Forderungen die Unterdrückung von Frauen im Privatleben, insbesondere im Bereich der Sexualität, negieren (teils sogar durch einen vermeintlichen feministischen Puritanismus in Sexualfragen verstärken). Damit blieb ein wesentlicher Aspekt der in anarchistischen Revolutionstheorien gerade apostrophierten Notwendigkeit der [[Freiheit]] und Autonomie des Individuums außen vor. Solche Kritik (u.a. von [[Goldman, Emma|Emma Goldman]]) überlagerte sich mit einer prinzipiell ablehnenden Haltung vieler männlicher Anarchisten der sozialökonomischen Gleichstellung von Frauen gegenüber, z. B. in Beiträgen von [[Mühsam, Erich|Erich Mühsam]] über &amp;quot;Frauenrecht&amp;quot; (vgl. [[Mühsam, Erich|Erich Mühsam]] 1979, S. 68-72).[[Bild: Hochzeitstisch.jpg|thumb|left|240px|Foto: [[Benutzer: Uwe_B|Uwe B]]]]Biologischen Deutungsmustern der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen verhaftet, war man(n) der Meinung, dass Männer und Frauen aufgrund ihrer &amp;quot;Natur&amp;quot;, ihrer körperlichen Konstitution, grundsätzlich für unterschiedliche gesellschaftliche Funktionen determiniert waren - Männer zur Erledigung von produktiver Lohnarbeit, Frauen zur Verrichtung von reproduktiver Hausarbeit. Das &amp;quot;natürliche Wesen&amp;quot; des &amp;quot;freien Weibes&amp;quot; (K.K. 1901) sollte sich folglich auf Mutterschaft, Kindererziehung und Haushalt beschränken. Als Konsequenz dieses biologischen Determinismus sowie der Annahme, Forderungen nach sozialökonomischer wie politischer Gleichberechtigung in der vorhandenen Gesellschaft würden nicht grundsätzlich die Emanzipation herbeiführen, galt es, die &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot; nicht im Bereich der Öffentlichkeit, sondern in der Privatsphäre zu lösen. Dabei wurde Freie Liebe als &amp;quot;Revolutionierung der Familie&amp;quot; (Diogenes 1913), als alternative, libertäre Neuformulierung der Sexual- und Ehemoral sowie als Neuorganisierung der unmittelbaren, privaten Beziehungen zwischen den Geschlechtern nicht nur als anarchistische Ethik verstanden. Gleichermaßen galt Freie Liebe als anarchistische Form von Frauenemanzipation, da Freie Liebe die freie Entscheidung von Frauen in Sexual- und Liebesfragen beinhalten würde. Freie Liebe wäre somit zum einen - insofern man die Privatsphäre als &amp;quot;natürliche&amp;quot; Sphäre von Frauen verstand und ihre soziale Betätigung darauf beschränken wollte - die einzig &amp;quot;naturgemäße&amp;quot; weibliche Freiheit in ihrem &amp;quot;eigentlichen&amp;quot; Lebensbereich. Zum anderen galt Freie Liebe - insofern die Freiheit und - Selbstbestimmung des Individuums als Bedingung einer anarchistischen Gesellschaft betrachtet wurde - als (sexuelle) Selbstbestimmung des Individuums in der Privatsphäre als Voraussetzung der souveränen Beteiligung von Frauen an einer Revolutionierung der Gesellschaft in anarchistischem Sinne.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Art und Weise, wie Freie Liebe gedacht wurde, lassen sich in Deutschland wie in anderen Ländern zwei Hauptströmungen unterscheiden, sieht man von jenen Anarchisten ab, die aus unterschiedlichen Gründen, die traditionelle Ehe(-moral) beibehalten wollten und Freie Liebe deshalb ablehnten, sei es, weil sie - wie der Misogyn [[Pierre-Joseph Proudhon]] - an (die Minderwertigkeit von Frauen glaubten, die folglich der männlichen Obhut bedürften, sei es, weil sie - wie [[Gustav Landauer]] - die traditionelle Ehe als eine der letzten erhaltenen Formen jener &amp;quot;Gemeinschaft&amp;quot; verstanden, die sie als Grundlage einer neuen anarchistischen, auf Gegenseitigkeit beruhenden Gesellschaft verstanden wissen wollten (Gustav Landauer 1921).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Art und Weise, wie Freie Liebe gedacht wurde, lassen sich in Deutschland wie in anderen Ländern zwei Hauptströmungen unterscheiden, sieht man von jenen Anarchisten ab, die aus unterschiedlichen Gründen, die traditionelle Ehe(-moral) beibehalten wollten und Freie Liebe deshalb ablehnten, sei es, weil sie - wie der Misogyn [[Pierre-Joseph Proudhon]] - an (die Minderwertigkeit von Frauen glaubten, die folglich der männlichen Obhut bedürften, sei es, weil sie - wie [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Landauer, Gustav|&lt;/ins&gt;Gustav Landauer]] - die traditionelle Ehe als eine der letzten erhaltenen Formen jener &amp;quot;Gemeinschaft&amp;quot; verstanden, die sie als Grundlage einer neuen anarchistischen, auf Gegenseitigkeit beruhenden Gesellschaft verstanden wissen wollten (Gustav Landauer 1921).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Unter den Befürwortern von Freier Liebe lässt sich zunächst eine Richtung unterscheiden, die im Prinzip in ihrer Vorstellung von Freier Liebe der traditionellen Ehe gar nicht weit entfernt ist. Freie Liebe sei, so der belgische Anarchist [[Jacques Mesnil]], das hohe Liebesideal &amp;quot;immer mehr einer streng monogamischen Form der Ehe&amp;quot; zustrebender &amp;quot;Kulturmenschen&amp;quot; (Jacques Mesnil 1904, S. 36). Als Alternative zur bürgerlichen Ehe, die als Prostitution charakterisiert wurde, weil sie mit wirtschaftlichen Überlegungen verbunden wäre, war eine sogenannte „freie Ehe&amp;quot; vorgesehen, die auf Freiwilligkeit und nur auf gegenseitiger Liebe beruhen sollte, &amp;quot;unbekümmert um die Konzession von Papa Staat und um den Segen der gestrengen Mama Kirche und sonst einer Moraltante&amp;quot; (F. Oerter 1912).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Unter den Befürwortern von Freier Liebe lässt sich zunächst eine Richtung unterscheiden, die im Prinzip in ihrer Vorstellung von Freier Liebe der traditionellen Ehe gar nicht weit entfernt ist. Freie Liebe sei, so der belgische Anarchist [[Jacques Mesnil]], das hohe Liebesideal &amp;quot;immer mehr einer streng monogamischen Form der Ehe&amp;quot; zustrebender &amp;quot;Kulturmenschen&amp;quot; (Jacques Mesnil 1904, S. 36). Als Alternative zur bürgerlichen Ehe, die als Prostitution charakterisiert wurde, weil sie mit wirtschaftlichen Überlegungen verbunden wäre, war eine sogenannte „freie Ehe&amp;quot; vorgesehen, die auf Freiwilligkeit und nur auf gegenseitiger Liebe beruhen sollte, &amp;quot;unbekümmert um die Konzession von Papa Staat und um den Segen der gestrengen Mama Kirche und sonst einer Moraltante&amp;quot; (F. Oerter 1912).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Neben dieser Richtung, für die Freie Liebe praktisch nur Ehe ohne Trauschein war, gab es eine radikalere Richtung, die Freie Liebe als polygame, in der Regel aber auch heterosexuelle Liebe und Sexualität verstand, die nur ausnahmsweise in eine Ehe münden würde und die sie als unzulässige Bändigung der menschlichen Natur verstand, da der Mensch &amp;quot;naturgemäß&amp;quot; polygam wäre und &amp;quot;dauernde exklusive Liebe (..,) nur durch äußeren Zwang (Sitte und Gesetz) oder inneren Zwang (Religion, Moral, praktische Erwägungen) herbeigeführt werden&amp;quot; könnte (E. Ruedebusch 1904, S. 198). Praktische Erwägungen führten dazu, dass manche Autoren die - von der ersten Richtung gerade als Paradebeispiel der sittlichen Degeneration und Prostitutionsähnlichkeit der bürgerlichen Ehe verurteilten - &amp;quot;Konvenienzehe&amp;quot; befürworteten, die unabhängig von jeder Zuneigung in der existierenden. Eheschließungen manchmal erfordernden Gesellschaft ausschließlich einwirtschaftliches Zweckbündnis sein sollte und der Freien Liebe keine Hindernisse auferlegen sollte (vgl. P. Vandree 1897. Prinzipiell wurde die (Liebes-)Ehe als eine das Sexual- und Liebesleben einschränkende Institution indessen abgelehnt; so wurde auch die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; als &amp;quot;lächerliche Parodie auf die christliche Ehe&amp;quot; verworfen (E. Ruedebusch 1904, S. 197). Stattdessen ging man davon aus, dass es immer wechselnde Beziehungen in unterschiedlichen Zusammenstellungen geben würde, wobei man zur Lösung des Problems der sozialökonomischen Absicherung von Frauen, die sich der &amp;quot;freien Mutterschaft&amp;quot; widmen sollten, und Kindern, die nicht mehr in einem ehelichen Rahmen geboren und erzogen werden würden, Kollektivmaßnahmen für die künftig alleinerziehenden Mütter, z. B. in Form einer Art Sozialversicherung (vgl. P. Rarous 1907), treffen wollte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Neben dieser Richtung, für die Freie Liebe praktisch nur Ehe ohne Trauschein war, gab es eine radikalere Richtung, die Freie Liebe als polygame, in der Regel aber auch heterosexuelle Liebe und Sexualität verstand, die nur ausnahmsweise in eine Ehe münden würde und die sie als unzulässige Bändigung der menschlichen Natur verstand, da der Mensch &amp;quot;naturgemäß&amp;quot; polygam wäre und &amp;quot;dauernde exklusive Liebe (..,) nur durch äußeren Zwang (Sitte und Gesetz) oder inneren Zwang (Religion, Moral, praktische Erwägungen) herbeigeführt werden&amp;quot; könnte (E. Ruedebusch 1904, S. 198). Praktische Erwägungen führten dazu, dass manche Autoren die - von der ersten Richtung gerade als Paradebeispiel der sittlichen Degeneration und Prostitutionsähnlichkeit der bürgerlichen Ehe verurteilten - &amp;quot;Konvenienzehe&amp;quot; befürworteten, die unabhängig von jeder Zuneigung in der existierenden. Eheschließungen manchmal erfordernden Gesellschaft ausschließlich einwirtschaftliches Zweckbündnis sein sollte und der Freien Liebe keine Hindernisse auferlegen sollte (vgl. P. Vandree 1897. Prinzipiell wurde die (Liebes-)Ehe als eine das Sexual- und Liebesleben einschränkende Institution indessen abgelehnt; so wurde auch die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; als &amp;quot;lächerliche Parodie auf die christliche Ehe&amp;quot; verworfen (E. Ruedebusch 1904, S. 197). Stattdessen ging man davon aus, dass es immer wechselnde Beziehungen in unterschiedlichen Zusammenstellungen geben würde, wobei man zur Lösung des Problems der sozialökonomischen Absicherung von Frauen, die sich der &amp;quot;freien Mutterschaft&amp;quot; widmen sollten, und Kindern, die nicht mehr in einem ehelichen Rahmen geboren und erzogen werden würden, Kollektivmaßnahmen für die künftig alleinerziehenden Mütter, z. B. in Form einer Art Sozialversicherung (vgl. P. Rarous 1907), treffen wollte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Maurice S</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=17916&amp;oldid=prev</id>
		<title>Maurice S: /* Ideengeschichte */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=17916&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2021-06-04T08:49:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ideengeschichte&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 4. Juni 2021, 08:49 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l14&quot; &gt;Zeile 14:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 14:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Neben dieser Richtung, für die Freie Liebe praktisch nur Ehe ohne Trauschein war, gab es eine radikalere Richtung, die Freie Liebe als polygame, in der Regel aber auch heterosexuelle Liebe und Sexualität verstand, die nur ausnahmsweise in eine Ehe münden würde und die sie als unzulässige Bändigung der menschlichen Natur verstand, da der Mensch &amp;quot;naturgemäß&amp;quot; polygam wäre und &amp;quot;dauernde exklusive Liebe (..,) nur durch äußeren Zwang (Sitte und Gesetz) oder inneren Zwang (Religion, Moral, praktische Erwägungen) herbeigeführt werden&amp;quot; könnte (E. Ruedebusch 1904, S. 198). Praktische Erwägungen führten dazu, dass manche Autoren die - von der ersten Richtung gerade als Paradebeispiel der sittlichen Degeneration und Prostitutionsähnlichkeit der bürgerlichen Ehe verurteilten - &amp;quot;Konvenienzehe&amp;quot; befürworteten, die unabhängig von jeder Zuneigung in der existierenden. Eheschließungen manchmal erfordernden Gesellschaft ausschließlich einwirtschaftliches Zweckbündnis sein sollte und der Freien Liebe keine Hindernisse auferlegen sollte (vgl. P. Vandree 1897. Prinzipiell wurde die (Liebes-)Ehe als eine das Sexual- und Liebesleben einschränkende Institution indessen abgelehnt; so wurde auch die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; als &amp;quot;lächerliche Parodie auf die christliche Ehe&amp;quot; verworfen (E. Ruedebusch 1904, S. 197). Stattdessen ging man davon aus, dass es immer wechselnde Beziehungen in unterschiedlichen Zusammenstellungen geben würde, wobei man zur Lösung des Problems der sozialökonomischen Absicherung von Frauen, die sich der &amp;quot;freien Mutterschaft&amp;quot; widmen sollten, und Kindern, die nicht mehr in einem ehelichen Rahmen geboren und erzogen werden würden, Kollektivmaßnahmen für die künftig alleinerziehenden Mütter, z. B. in Form einer Art Sozialversicherung (vgl. P. Rarous 1907), treffen wollte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Neben dieser Richtung, für die Freie Liebe praktisch nur Ehe ohne Trauschein war, gab es eine radikalere Richtung, die Freie Liebe als polygame, in der Regel aber auch heterosexuelle Liebe und Sexualität verstand, die nur ausnahmsweise in eine Ehe münden würde und die sie als unzulässige Bändigung der menschlichen Natur verstand, da der Mensch &amp;quot;naturgemäß&amp;quot; polygam wäre und &amp;quot;dauernde exklusive Liebe (..,) nur durch äußeren Zwang (Sitte und Gesetz) oder inneren Zwang (Religion, Moral, praktische Erwägungen) herbeigeführt werden&amp;quot; könnte (E. Ruedebusch 1904, S. 198). Praktische Erwägungen führten dazu, dass manche Autoren die - von der ersten Richtung gerade als Paradebeispiel der sittlichen Degeneration und Prostitutionsähnlichkeit der bürgerlichen Ehe verurteilten - &amp;quot;Konvenienzehe&amp;quot; befürworteten, die unabhängig von jeder Zuneigung in der existierenden. Eheschließungen manchmal erfordernden Gesellschaft ausschließlich einwirtschaftliches Zweckbündnis sein sollte und der Freien Liebe keine Hindernisse auferlegen sollte (vgl. P. Vandree 1897. Prinzipiell wurde die (Liebes-)Ehe als eine das Sexual- und Liebesleben einschränkende Institution indessen abgelehnt; so wurde auch die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; als &amp;quot;lächerliche Parodie auf die christliche Ehe&amp;quot; verworfen (E. Ruedebusch 1904, S. 197). Stattdessen ging man davon aus, dass es immer wechselnde Beziehungen in unterschiedlichen Zusammenstellungen geben würde, wobei man zur Lösung des Problems der sozialökonomischen Absicherung von Frauen, die sich der &amp;quot;freien Mutterschaft&amp;quot; widmen sollten, und Kindern, die nicht mehr in einem ehelichen Rahmen geboren und erzogen werden würden, Kollektivmaßnahmen für die künftig alleinerziehenden Mütter, z. B. in Form einer Art Sozialversicherung (vgl. P. Rarous 1907), treffen wollte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Historiographie sind namentlich von [[Ulrich Linse]] und [[Jean Maitron]] Versuche unternommen worden, die Vertreter der beiden Richtungen in der anarchistischen Bewegung zu positionieren. Nach [[Ulrich Linse]] (1969) wurde die purifizierte bürgerliche Ehe - nach sozialer Herkunft - überwiegend von proletarischen Anarchisten (z. B. in Deutschland- [[Fritz Oerter]]), die auf Promiskuität beruhende Freie Liebe von intellektuellen Anarchisten, insbesondere von Zugehörigen der Boheme (z. B. [[Erich Mühsam]] oder [[Otto Gross]]) vertreten wurde. J. Maitron (1975) zufolge, besaßen die Vertreter der ersten Richtung - ideologisch betrachtet - eher einen kollektivistisch, kommunistisch anarchistischen Hintergrund, so waren die Vertreter der zweiten Richtung überwiegend individualistische Anarchisten (das gilt z. B. Für E. Ruedebusch, [[Emile Armand]], [[Goldman, Emma|Emma Goldman]]). Diese Einteilungen mögen als allgemeine Orientierung einem gewissen Sinn und einer gewissen Richtigkeit nicht entbehren. Dennoch lassen sich gleichzeitig viele Ausnahmen ausmachen: als anarchistischer Intellektueller lehnte [[Landauer, Gustav|Gustav Landauer]] Freie Liebe ab. Anarchistische Arbeiter, wie [[Paul Vandree]] und E. Ruedebusch, sowie kommunistische Anarchisten, wie die Französin [[Madeleine Vemet]], der Niederländer [[Henk Eikeboom]] und der Österreicher [[Pierre Rannia]], befürworteten Freie Liebe in ihrer radikalen Form, während der individualanarchistische J. Mesnil gerade für die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; plädierte. Die Zugehörigkeit zur einen oder anderen Richtung dürfte folglich auch durch andere, außerhalb des engeren Rahmens der anarchistischen Theorie und Bewegung liegende Hintergründe bedingt sein, wie z. B. Diskussionen über Sexualität und Sexualreform, die seit der Jahrhundertwende in einem breiteren Rahmen stattfanden (vgl. M. Hirschfeld 1930).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Historiographie sind namentlich von [[Ulrich Linse]] und [[Jean Maitron]] Versuche unternommen worden, die Vertreter der beiden Richtungen in der anarchistischen Bewegung zu positionieren. Nach [[Ulrich Linse]] (1969) wurde die purifizierte bürgerliche Ehe - nach sozialer Herkunft - überwiegend von proletarischen Anarchisten (z. B. in Deutschland- [[Fritz Oerter]]), die auf Promiskuität beruhende Freie Liebe von intellektuellen Anarchisten, insbesondere von Zugehörigen der Boheme (z. B. [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Mühsam, Erich|&lt;/ins&gt;Erich Mühsam]] oder [[Otto Gross]]) vertreten wurde. J. Maitron (1975) zufolge, besaßen die Vertreter der ersten Richtung - ideologisch betrachtet - eher einen kollektivistisch, kommunistisch anarchistischen Hintergrund, so waren die Vertreter der zweiten Richtung überwiegend individualistische Anarchisten (das gilt z. B. Für E. Ruedebusch, [[Emile Armand]], [[Goldman, Emma|Emma Goldman]]). Diese Einteilungen mögen als allgemeine Orientierung einem gewissen Sinn und einer gewissen Richtigkeit nicht entbehren. Dennoch lassen sich gleichzeitig viele Ausnahmen ausmachen: als anarchistischer Intellektueller lehnte [[Landauer, Gustav|Gustav Landauer]] Freie Liebe ab. Anarchistische Arbeiter, wie [[Paul Vandree]] und E. Ruedebusch, sowie kommunistische Anarchisten, wie die Französin [[Madeleine Vemet]], der Niederländer [[Henk Eikeboom]] und der Österreicher [[Pierre Rannia]], befürworteten Freie Liebe in ihrer radikalen Form, während der individualanarchistische J. Mesnil gerade für die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; plädierte. Die Zugehörigkeit zur einen oder anderen Richtung dürfte folglich auch durch andere, außerhalb des engeren Rahmens der anarchistischen Theorie und Bewegung liegende Hintergründe bedingt sein, wie z. B. Diskussionen über Sexualität und Sexualreform, die seit der Jahrhundertwende in einem breiteren Rahmen stattfanden (vgl. M. Hirschfeld 1930).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Relevanz der Freien Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Relevanz der Freien Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Maurice S</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=17915&amp;oldid=prev</id>
		<title>Maurice S: /* Ideengeschichte */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=17915&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2021-06-04T08:48:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ideengeschichte&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 4. Juni 2021, 08:48 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l9&quot; &gt;Zeile 9:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 9:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Ideengeschichte==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Ideengeschichte==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die anarchistischen Auffassungen von Freier Liebe greifen im großen und ganzen auf Vorstellungen über eine paradies-ähnliche Neuordnung des Liebeslebens, der Sexualität und der Verhältnisse zwischen den Geschlechtern zurück, so wie diese von utopistischen Theoretikern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurden, insbesondere von [[Charles Fourier]] in seiner Konzeption einer &amp;quot;Neuen Liebeswelt&amp;quot; (vgl. Charles Fourier 1977), die nicht nur die anarchistische Debatte über Liebe und Sexualität in Frankreich, sondern auch in anderen Ländern nachhaltig prägte. So wurden [[Charles Fouriers]] Ideen der deutschen Arbeiterbewegung - und damit auch dem anarchistischen Spektrum - von August Bebel in seinem Bestseller &amp;quot;Die Frau und der Sozialismus&amp;quot; (1883) und [[Charles Fourier]]: &amp;quot;Sein Leben und seine Theorien&amp;quot; (l887) vermittelt, während sie z. B. in den Vereinigten Staaten im Rahmen utopistischer Siedlungsunternehmen Aufnahme erfuhren (und über diese, von deutschsprachigen anarchistischen Emigranten in den [[USA]] aufgegriffen, noch über einen anderen Weg in die deutsche anarchistische Debatte über Freie Liebe eingebracht wurden).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die anarchistischen Auffassungen von Freier Liebe greifen im großen und ganzen auf Vorstellungen über eine paradies-ähnliche Neuordnung des Liebeslebens, der Sexualität und der Verhältnisse zwischen den Geschlechtern zurück, so wie diese von utopistischen Theoretikern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurden, insbesondere von [[Charles Fourier]] in seiner Konzeption einer &amp;quot;Neuen Liebeswelt&amp;quot; (vgl. Charles Fourier 1977), die nicht nur die anarchistische Debatte über Liebe und Sexualität in Frankreich, sondern auch in anderen Ländern nachhaltig prägte. So wurden [[Charles Fouriers]] Ideen der deutschen Arbeiterbewegung - und damit auch dem anarchistischen Spektrum - von August Bebel in seinem Bestseller &amp;quot;Die Frau und der Sozialismus&amp;quot; (1883) und [[Charles Fourier]]: &amp;quot;Sein Leben und seine Theorien&amp;quot; (l887) vermittelt, während sie z. B. in den Vereinigten Staaten im Rahmen utopistischer Siedlungsunternehmen Aufnahme erfuhren (und über diese, von deutschsprachigen anarchistischen Emigranten in den [[USA]] aufgegriffen, noch über einen anderen Weg in die deutsche anarchistische Debatte über Freie Liebe eingebracht wurden).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Anarchistische Freie Liebe war indessen weniger Element oder Grundzug einer ganzheitlichen [[Utopie]] - wie im Fourierismus - sondern stellte vielmehr, als sie im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zunehmend in der anarchistischen Presse erörtert wurde, eine Reaktion auf die sogenannte &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot;, auf Forderungen der damaligen [[Frauenbewegung]] nach politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Gleichberechtigung dar, da die meisten Anarchisten aufgrund ihres [[Antiparlamentarismus]] die Forderung nach Frauenwahlrecht, auf die sich die Bestrebungen damaliger Feministen um politische Gleichberechtigung konzentrierte, als grundsätzlich falsch zurückwiesen und ebenfalls Forderungen nach wirtschaftlicher und sozialer Gleichstellung ablehnten, weil solchen Forderungen der bürgerlichen und sozialdemokratischen Frauenbewegung eine fehlende Radikalität oder falsche Prämissen zu bescheinigen wäre. Diese fehlende Radikalität, von [[Goldman, Emma|Emma Goldman]] als &amp;quot;das Tragische an der Emanzipation der Frau&amp;quot; bezeichnet (vgl. Emma Goldman 1977, S. 9 -18), wurde darin gesehen, dass sozialökonomische Gleichberechtigungsforderungen zum einen letztendlich nur Forderungen nach derselben Ausbeutung und Unterdrückung wären, die, insofern sie bereits Männer betrafen, gerade Gegenstand anarchistischer Kritik waren. Zum anderen würden diese Forderungen die Unterdrückung von Frauen im Privatleben, insbesondere im Bereich der Sexualität, negieren (teils sogar durch einen vermeintlichen feministischen Puritanismus in Sexualfragen verstärken). Damit blieb ein wesentlicher Aspekt der in anarchistischen Revolutionstheorien gerade apostrophierten Notwendigkeit der [[Freiheit]] und Autonomie des Individuums außen vor. Solche Kritik (u.a. von [[Goldman, Emma|Emma Goldman]]) überlagerte sich mit einer prinzipiell ablehnenden Haltung vieler männlicher Anarchisten der sozialökonomischen Gleichstellung von Frauen gegenüber, z. B. in Beiträgen von [[Erich Mühsam]] über &amp;quot;Frauenrecht&amp;quot; (vgl. [[Erich Mühsam]] 1979, S. 68-72).[[Bild: Hochzeitstisch.jpg|thumb|left|240px|Foto: [[Benutzer: Uwe_B|Uwe B]]]]Biologischen Deutungsmustern der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen verhaftet, war man(n) der Meinung, dass Männer und Frauen aufgrund ihrer &amp;quot;Natur&amp;quot;, ihrer körperlichen Konstitution, grundsätzlich für unterschiedliche gesellschaftliche Funktionen determiniert waren - Männer zur Erledigung von produktiver Lohnarbeit, Frauen zur Verrichtung von reproduktiver Hausarbeit. Das &amp;quot;natürliche Wesen&amp;quot; des &amp;quot;freien Weibes&amp;quot; (K.K. 1901) sollte sich folglich auf Mutterschaft, Kindererziehung und Haushalt beschränken. Als Konsequenz dieses biologischen Determinismus sowie der Annahme, Forderungen nach sozialökonomischer wie politischer Gleichberechtigung in der vorhandenen Gesellschaft würden nicht grundsätzlich die Emanzipation herbeiführen, galt es, die &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot; nicht im Bereich der Öffentlichkeit, sondern in der Privatsphäre zu lösen. Dabei wurde Freie Liebe als &amp;quot;Revolutionierung der Familie&amp;quot; (Diogenes 1913), als alternative, libertäre Neuformulierung der Sexual- und Ehemoral sowie als Neuorganisierung der unmittelbaren, privaten Beziehungen zwischen den Geschlechtern nicht nur als anarchistische Ethik verstanden. Gleichermaßen galt Freie Liebe als anarchistische Form von Frauenemanzipation, da Freie Liebe die freie Entscheidung von Frauen in Sexual- und Liebesfragen beinhalten würde. Freie Liebe wäre somit zum einen - insofern man die Privatsphäre als &amp;quot;natürliche&amp;quot; Sphäre von Frauen verstand und ihre soziale Betätigung darauf beschränken wollte - die einzig &amp;quot;naturgemäße&amp;quot; weibliche Freiheit in ihrem &amp;quot;eigentlichen&amp;quot; Lebensbereich. Zum anderen galt Freie Liebe - insofern die Freiheit und - Selbstbestimmung des Individuums als Bedingung einer anarchistischen Gesellschaft betrachtet wurde - als (sexuelle) Selbstbestimmung des Individuums in der Privatsphäre als Voraussetzung der souveränen Beteiligung von Frauen an einer Revolutionierung der Gesellschaft in anarchistischem Sinne.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Anarchistische Freie Liebe war indessen weniger Element oder Grundzug einer ganzheitlichen [[Utopie]] - wie im Fourierismus - sondern stellte vielmehr, als sie im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zunehmend in der anarchistischen Presse erörtert wurde, eine Reaktion auf die sogenannte &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot;, auf Forderungen der damaligen [[Frauenbewegung]] nach politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Gleichberechtigung dar, da die meisten Anarchisten aufgrund ihres [[Antiparlamentarismus]] die Forderung nach Frauenwahlrecht, auf die sich die Bestrebungen damaliger Feministen um politische Gleichberechtigung konzentrierte, als grundsätzlich falsch zurückwiesen und ebenfalls Forderungen nach wirtschaftlicher und sozialer Gleichstellung ablehnten, weil solchen Forderungen der bürgerlichen und sozialdemokratischen Frauenbewegung eine fehlende Radikalität oder falsche Prämissen zu bescheinigen wäre. Diese fehlende Radikalität, von [[Goldman, Emma|Emma Goldman]] als &amp;quot;das Tragische an der Emanzipation der Frau&amp;quot; bezeichnet (vgl. Emma Goldman 1977, S. 9 -18), wurde darin gesehen, dass sozialökonomische Gleichberechtigungsforderungen zum einen letztendlich nur Forderungen nach derselben Ausbeutung und Unterdrückung wären, die, insofern sie bereits Männer betrafen, gerade Gegenstand anarchistischer Kritik waren. Zum anderen würden diese Forderungen die Unterdrückung von Frauen im Privatleben, insbesondere im Bereich der Sexualität, negieren (teils sogar durch einen vermeintlichen feministischen Puritanismus in Sexualfragen verstärken). Damit blieb ein wesentlicher Aspekt der in anarchistischen Revolutionstheorien gerade apostrophierten Notwendigkeit der [[Freiheit]] und Autonomie des Individuums außen vor. Solche Kritik (u.a. von [[Goldman, Emma|Emma Goldman]]) überlagerte sich mit einer prinzipiell ablehnenden Haltung vieler männlicher Anarchisten der sozialökonomischen Gleichstellung von Frauen gegenüber, z. B. in Beiträgen von [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Mühsam, Erich|&lt;/ins&gt;Erich Mühsam]] über &amp;quot;Frauenrecht&amp;quot; (vgl. [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Mühsam, Erich|&lt;/ins&gt;Erich Mühsam]] 1979, S. 68-72).[[Bild: Hochzeitstisch.jpg|thumb|left|240px|Foto: [[Benutzer: Uwe_B|Uwe B]]]]Biologischen Deutungsmustern der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen verhaftet, war man(n) der Meinung, dass Männer und Frauen aufgrund ihrer &amp;quot;Natur&amp;quot;, ihrer körperlichen Konstitution, grundsätzlich für unterschiedliche gesellschaftliche Funktionen determiniert waren - Männer zur Erledigung von produktiver Lohnarbeit, Frauen zur Verrichtung von reproduktiver Hausarbeit. Das &amp;quot;natürliche Wesen&amp;quot; des &amp;quot;freien Weibes&amp;quot; (K.K. 1901) sollte sich folglich auf Mutterschaft, Kindererziehung und Haushalt beschränken. Als Konsequenz dieses biologischen Determinismus sowie der Annahme, Forderungen nach sozialökonomischer wie politischer Gleichberechtigung in der vorhandenen Gesellschaft würden nicht grundsätzlich die Emanzipation herbeiführen, galt es, die &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot; nicht im Bereich der Öffentlichkeit, sondern in der Privatsphäre zu lösen. Dabei wurde Freie Liebe als &amp;quot;Revolutionierung der Familie&amp;quot; (Diogenes 1913), als alternative, libertäre Neuformulierung der Sexual- und Ehemoral sowie als Neuorganisierung der unmittelbaren, privaten Beziehungen zwischen den Geschlechtern nicht nur als anarchistische Ethik verstanden. Gleichermaßen galt Freie Liebe als anarchistische Form von Frauenemanzipation, da Freie Liebe die freie Entscheidung von Frauen in Sexual- und Liebesfragen beinhalten würde. Freie Liebe wäre somit zum einen - insofern man die Privatsphäre als &amp;quot;natürliche&amp;quot; Sphäre von Frauen verstand und ihre soziale Betätigung darauf beschränken wollte - die einzig &amp;quot;naturgemäße&amp;quot; weibliche Freiheit in ihrem &amp;quot;eigentlichen&amp;quot; Lebensbereich. Zum anderen galt Freie Liebe - insofern die Freiheit und - Selbstbestimmung des Individuums als Bedingung einer anarchistischen Gesellschaft betrachtet wurde - als (sexuelle) Selbstbestimmung des Individuums in der Privatsphäre als Voraussetzung der souveränen Beteiligung von Frauen an einer Revolutionierung der Gesellschaft in anarchistischem Sinne.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Art und Weise, wie Freie Liebe gedacht wurde, lassen sich in Deutschland wie in anderen Ländern zwei Hauptströmungen unterscheiden, sieht man von jenen Anarchisten ab, die aus unterschiedlichen Gründen, die traditionelle Ehe(-moral) beibehalten wollten und Freie Liebe deshalb ablehnten, sei es, weil sie - wie der Misogyn [[Pierre-Joseph Proudhon]] - an (die Minderwertigkeit von Frauen glaubten, die folglich der männlichen Obhut bedürften, sei es, weil sie - wie [[Gustav Landauer]] - die traditionelle Ehe als eine der letzten erhaltenen Formen jener &amp;quot;Gemeinschaft&amp;quot; verstanden, die sie als Grundlage einer neuen anarchistischen, auf Gegenseitigkeit beruhenden Gesellschaft verstanden wissen wollten (Gustav Landauer 1921).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Art und Weise, wie Freie Liebe gedacht wurde, lassen sich in Deutschland wie in anderen Ländern zwei Hauptströmungen unterscheiden, sieht man von jenen Anarchisten ab, die aus unterschiedlichen Gründen, die traditionelle Ehe(-moral) beibehalten wollten und Freie Liebe deshalb ablehnten, sei es, weil sie - wie der Misogyn [[Pierre-Joseph Proudhon]] - an (die Minderwertigkeit von Frauen glaubten, die folglich der männlichen Obhut bedürften, sei es, weil sie - wie [[Gustav Landauer]] - die traditionelle Ehe als eine der letzten erhaltenen Formen jener &amp;quot;Gemeinschaft&amp;quot; verstanden, die sie als Grundlage einer neuen anarchistischen, auf Gegenseitigkeit beruhenden Gesellschaft verstanden wissen wollten (Gustav Landauer 1921).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Unter den Befürwortern von Freier Liebe lässt sich zunächst eine Richtung unterscheiden, die im Prinzip in ihrer Vorstellung von Freier Liebe der traditionellen Ehe gar nicht weit entfernt ist. Freie Liebe sei, so der belgische Anarchist [[Jacques Mesnil]], das hohe Liebesideal &amp;quot;immer mehr einer streng monogamischen Form der Ehe&amp;quot; zustrebender &amp;quot;Kulturmenschen&amp;quot; (Jacques Mesnil 1904, S. 36). Als Alternative zur bürgerlichen Ehe, die als Prostitution charakterisiert wurde, weil sie mit wirtschaftlichen Überlegungen verbunden wäre, war eine sogenannte „freie Ehe&amp;quot; vorgesehen, die auf Freiwilligkeit und nur auf gegenseitiger Liebe beruhen sollte, &amp;quot;unbekümmert um die Konzession von Papa Staat und um den Segen der gestrengen Mama Kirche und sonst einer Moraltante&amp;quot; (F. Oerter 1912).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Unter den Befürwortern von Freier Liebe lässt sich zunächst eine Richtung unterscheiden, die im Prinzip in ihrer Vorstellung von Freier Liebe der traditionellen Ehe gar nicht weit entfernt ist. Freie Liebe sei, so der belgische Anarchist [[Jacques Mesnil]], das hohe Liebesideal &amp;quot;immer mehr einer streng monogamischen Form der Ehe&amp;quot; zustrebender &amp;quot;Kulturmenschen&amp;quot; (Jacques Mesnil 1904, S. 36). Als Alternative zur bürgerlichen Ehe, die als Prostitution charakterisiert wurde, weil sie mit wirtschaftlichen Überlegungen verbunden wäre, war eine sogenannte „freie Ehe&amp;quot; vorgesehen, die auf Freiwilligkeit und nur auf gegenseitiger Liebe beruhen sollte, &amp;quot;unbekümmert um die Konzession von Papa Staat und um den Segen der gestrengen Mama Kirche und sonst einer Moraltante&amp;quot; (F. Oerter 1912).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Maurice S</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=17914&amp;oldid=prev</id>
		<title>Maurice S: /* Ideengeschichte */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=17914&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2021-06-04T08:46:47Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ideengeschichte&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 4. Juni 2021, 08:46 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l14&quot; &gt;Zeile 14:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 14:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Neben dieser Richtung, für die Freie Liebe praktisch nur Ehe ohne Trauschein war, gab es eine radikalere Richtung, die Freie Liebe als polygame, in der Regel aber auch heterosexuelle Liebe und Sexualität verstand, die nur ausnahmsweise in eine Ehe münden würde und die sie als unzulässige Bändigung der menschlichen Natur verstand, da der Mensch &amp;quot;naturgemäß&amp;quot; polygam wäre und &amp;quot;dauernde exklusive Liebe (..,) nur durch äußeren Zwang (Sitte und Gesetz) oder inneren Zwang (Religion, Moral, praktische Erwägungen) herbeigeführt werden&amp;quot; könnte (E. Ruedebusch 1904, S. 198). Praktische Erwägungen führten dazu, dass manche Autoren die - von der ersten Richtung gerade als Paradebeispiel der sittlichen Degeneration und Prostitutionsähnlichkeit der bürgerlichen Ehe verurteilten - &amp;quot;Konvenienzehe&amp;quot; befürworteten, die unabhängig von jeder Zuneigung in der existierenden. Eheschließungen manchmal erfordernden Gesellschaft ausschließlich einwirtschaftliches Zweckbündnis sein sollte und der Freien Liebe keine Hindernisse auferlegen sollte (vgl. P. Vandree 1897. Prinzipiell wurde die (Liebes-)Ehe als eine das Sexual- und Liebesleben einschränkende Institution indessen abgelehnt; so wurde auch die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; als &amp;quot;lächerliche Parodie auf die christliche Ehe&amp;quot; verworfen (E. Ruedebusch 1904, S. 197). Stattdessen ging man davon aus, dass es immer wechselnde Beziehungen in unterschiedlichen Zusammenstellungen geben würde, wobei man zur Lösung des Problems der sozialökonomischen Absicherung von Frauen, die sich der &amp;quot;freien Mutterschaft&amp;quot; widmen sollten, und Kindern, die nicht mehr in einem ehelichen Rahmen geboren und erzogen werden würden, Kollektivmaßnahmen für die künftig alleinerziehenden Mütter, z. B. in Form einer Art Sozialversicherung (vgl. P. Rarous 1907), treffen wollte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Neben dieser Richtung, für die Freie Liebe praktisch nur Ehe ohne Trauschein war, gab es eine radikalere Richtung, die Freie Liebe als polygame, in der Regel aber auch heterosexuelle Liebe und Sexualität verstand, die nur ausnahmsweise in eine Ehe münden würde und die sie als unzulässige Bändigung der menschlichen Natur verstand, da der Mensch &amp;quot;naturgemäß&amp;quot; polygam wäre und &amp;quot;dauernde exklusive Liebe (..,) nur durch äußeren Zwang (Sitte und Gesetz) oder inneren Zwang (Religion, Moral, praktische Erwägungen) herbeigeführt werden&amp;quot; könnte (E. Ruedebusch 1904, S. 198). Praktische Erwägungen führten dazu, dass manche Autoren die - von der ersten Richtung gerade als Paradebeispiel der sittlichen Degeneration und Prostitutionsähnlichkeit der bürgerlichen Ehe verurteilten - &amp;quot;Konvenienzehe&amp;quot; befürworteten, die unabhängig von jeder Zuneigung in der existierenden. Eheschließungen manchmal erfordernden Gesellschaft ausschließlich einwirtschaftliches Zweckbündnis sein sollte und der Freien Liebe keine Hindernisse auferlegen sollte (vgl. P. Vandree 1897. Prinzipiell wurde die (Liebes-)Ehe als eine das Sexual- und Liebesleben einschränkende Institution indessen abgelehnt; so wurde auch die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; als &amp;quot;lächerliche Parodie auf die christliche Ehe&amp;quot; verworfen (E. Ruedebusch 1904, S. 197). Stattdessen ging man davon aus, dass es immer wechselnde Beziehungen in unterschiedlichen Zusammenstellungen geben würde, wobei man zur Lösung des Problems der sozialökonomischen Absicherung von Frauen, die sich der &amp;quot;freien Mutterschaft&amp;quot; widmen sollten, und Kindern, die nicht mehr in einem ehelichen Rahmen geboren und erzogen werden würden, Kollektivmaßnahmen für die künftig alleinerziehenden Mütter, z. B. in Form einer Art Sozialversicherung (vgl. P. Rarous 1907), treffen wollte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Historiographie sind namentlich von [[Ulrich Linse]] und [[Jean Maitron]] Versuche unternommen worden, die Vertreter der beiden Richtungen in der anarchistischen Bewegung zu positionieren. Nach [[Ulrich Linse]] (1969) wurde die purifizierte bürgerliche Ehe - nach sozialer Herkunft - überwiegend von proletarischen Anarchisten (z. B. in Deutschland- [[Fritz Oerter]]), die auf Promiskuität beruhende Freie Liebe von intellektuellen Anarchisten, insbesondere von Zugehörigen der Boheme (z. B. [[Erich Mühsam]] oder [[Otto Gross]]) vertreten wurde. J. Maitron (1975) zufolge, besaßen die Vertreter der ersten Richtung - ideologisch betrachtet - eher einen kollektivistisch, kommunistisch anarchistischen Hintergrund, so waren die Vertreter der zweiten Richtung überwiegend individualistische Anarchisten (das gilt z. B. Für E. Ruedebusch, [[Emile Armand]], [[Goldman, Emma|Emma Goldman]]). Diese Einteilungen mögen als allgemeine Orientierung einem gewissen Sinn und einer gewissen Richtigkeit nicht entbehren. Dennoch lassen sich gleichzeitig viele Ausnahmen ausmachen: als anarchistischer Intellektueller lehnte [[Gustav Landauer]] Freie Liebe ab. Anarchistische Arbeiter, wie [[Paul Vandree]] und E. Ruedebusch, sowie kommunistische Anarchisten, wie die Französin [[Madeleine Vemet]], der Niederländer [[Henk Eikeboom]] und der Österreicher [[Pierre Rannia]], befürworteten Freie Liebe in ihrer radikalen Form, während der individualanarchistische J. Mesnil gerade für die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; plädierte. Die Zugehörigkeit zur einen oder anderen Richtung dürfte folglich auch durch andere, außerhalb des engeren Rahmens der anarchistischen Theorie und Bewegung liegende Hintergründe bedingt sein, wie z. B. Diskussionen über Sexualität und Sexualreform, die seit der Jahrhundertwende in einem breiteren Rahmen stattfanden (vgl. M. Hirschfeld 1930).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Historiographie sind namentlich von [[Ulrich Linse]] und [[Jean Maitron]] Versuche unternommen worden, die Vertreter der beiden Richtungen in der anarchistischen Bewegung zu positionieren. Nach [[Ulrich Linse]] (1969) wurde die purifizierte bürgerliche Ehe - nach sozialer Herkunft - überwiegend von proletarischen Anarchisten (z. B. in Deutschland- [[Fritz Oerter]]), die auf Promiskuität beruhende Freie Liebe von intellektuellen Anarchisten, insbesondere von Zugehörigen der Boheme (z. B. [[Erich Mühsam]] oder [[Otto Gross]]) vertreten wurde. J. Maitron (1975) zufolge, besaßen die Vertreter der ersten Richtung - ideologisch betrachtet - eher einen kollektivistisch, kommunistisch anarchistischen Hintergrund, so waren die Vertreter der zweiten Richtung überwiegend individualistische Anarchisten (das gilt z. B. Für E. Ruedebusch, [[Emile Armand]], [[Goldman, Emma|Emma Goldman]]). Diese Einteilungen mögen als allgemeine Orientierung einem gewissen Sinn und einer gewissen Richtigkeit nicht entbehren. Dennoch lassen sich gleichzeitig viele Ausnahmen ausmachen: als anarchistischer Intellektueller lehnte [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Landauer, Gustav|&lt;/ins&gt;Gustav Landauer]] Freie Liebe ab. Anarchistische Arbeiter, wie [[Paul Vandree]] und E. Ruedebusch, sowie kommunistische Anarchisten, wie die Französin [[Madeleine Vemet]], der Niederländer [[Henk Eikeboom]] und der Österreicher [[Pierre Rannia]], befürworteten Freie Liebe in ihrer radikalen Form, während der individualanarchistische J. Mesnil gerade für die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; plädierte. Die Zugehörigkeit zur einen oder anderen Richtung dürfte folglich auch durch andere, außerhalb des engeren Rahmens der anarchistischen Theorie und Bewegung liegende Hintergründe bedingt sein, wie z. B. Diskussionen über Sexualität und Sexualreform, die seit der Jahrhundertwende in einem breiteren Rahmen stattfanden (vgl. M. Hirschfeld 1930).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Relevanz der Freien Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Relevanz der Freien Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Maurice S</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10273&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe B: /* Ideengeschichte */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10273&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2010-01-05T12:01:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ideengeschichte&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 5. Januar 2010, 12:01 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l9&quot; &gt;Zeile 9:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 9:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Ideengeschichte==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Ideengeschichte==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die anarchistischen Auffassungen von Freier Liebe greifen im großen und ganzen auf Vorstellungen über eine paradies-ähnliche Neuordnung des Liebeslebens, der Sexualität und der Verhältnisse zwischen den Geschlechtern zurück, so wie diese von utopistischen Theoretikern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurden, insbesondere von [[Charles Fourier]] in seiner Konzeption einer &amp;quot;Neuen Liebeswelt&amp;quot; (vgl. Charles Fourier 1977), die nicht nur die anarchistische Debatte über Liebe und Sexualität in Frankreich, sondern auch in anderen Ländern nachhaltig prägte. So wurden [[Charles Fouriers]] Ideen der deutschen Arbeiterbewegung - und damit auch dem anarchistischen Spektrum - von August Bebel in seinem Bestseller &amp;quot;Die Frau und der Sozialismus&amp;quot; (1883) und [[Charles Fourier]]: &amp;quot;Sein Leben und seine Theorien&amp;quot; (l887) vermittelt, während sie z. B. in den Vereinigten Staaten im Rahmen utopistischer Siedlungsunternehmen Aufnahme erfuhren (und über diese, von deutschsprachigen anarchistischen Emigranten in den [[USA]] aufgegriffen, noch über einen anderen Weg in die deutsche anarchistische Debatte über Freie Liebe eingebracht wurden).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die anarchistischen Auffassungen von Freier Liebe greifen im großen und ganzen auf Vorstellungen über eine paradies-ähnliche Neuordnung des Liebeslebens, der Sexualität und der Verhältnisse zwischen den Geschlechtern zurück, so wie diese von utopistischen Theoretikern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurden, insbesondere von [[Charles Fourier]] in seiner Konzeption einer &amp;quot;Neuen Liebeswelt&amp;quot; (vgl. Charles Fourier 1977), die nicht nur die anarchistische Debatte über Liebe und Sexualität in Frankreich, sondern auch in anderen Ländern nachhaltig prägte. So wurden [[Charles Fouriers]] Ideen der deutschen Arbeiterbewegung - und damit auch dem anarchistischen Spektrum - von August Bebel in seinem Bestseller &amp;quot;Die Frau und der Sozialismus&amp;quot; (1883) und [[Charles Fourier]]: &amp;quot;Sein Leben und seine Theorien&amp;quot; (l887) vermittelt, während sie z. B. in den Vereinigten Staaten im Rahmen utopistischer Siedlungsunternehmen Aufnahme erfuhren (und über diese, von deutschsprachigen anarchistischen Emigranten in den [[USA]] aufgegriffen, noch über einen anderen Weg in die deutsche anarchistische Debatte über Freie Liebe eingebracht wurden).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Anarchistische Freie Liebe war indessen weniger Element oder Grundzug einer ganzheitlichen [[Utopie]] - wie im Fourierismus - sondern stellte vielmehr, als sie im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zunehmend in der anarchistischen Presse erörtert wurde, eine Reaktion auf die sogenannte &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot;, auf Forderungen der damaligen [[Frauenbewegung]] nach politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Gleichberechtigung dar, da die meisten Anarchisten aufgrund ihres [[Antiparlamentarismus]] die Forderung nach Frauenwahlrecht, auf die sich die Bestrebungen damaliger Feministen um politische Gleichberechtigung konzentrierte, als grundsätzlich falsch zurückwiesen und ebenfalls Forderungen nach wirtschaftlicher und sozialer Gleichstellung ablehnten, weil solchen Forderungen der bürgerlichen und sozialdemokratischen Frauenbewegung eine fehlende Radikalität oder falsche Prämissen zu bescheinigen wäre. Diese fehlende Radikalität, von [[Emma Goldman]] als &amp;quot;das Tragische an der Emanzipation der Frau&amp;quot; bezeichnet (vgl. Emma Goldman 1977, S. 9 -18), wurde darin gesehen, dass sozialökonomische Gleichberechtigungsforderungen zum einen letztendlich nur Forderungen nach derselben Ausbeutung und Unterdrückung wären, die, insofern sie bereits Männer betrafen, gerade Gegenstand anarchistischer Kritik waren. Zum anderen würden diese Forderungen die Unterdrückung von Frauen im Privatleben, insbesondere im Bereich der Sexualität, negieren (teils sogar durch einen vermeintlichen feministischen Puritanismus in Sexualfragen verstärken). Damit blieb ein wesentlicher Aspekt der in anarchistischen Revolutionstheorien gerade apostrophierten Notwendigkeit der [[Freiheit]] und Autonomie des Individuums außen vor. Solche Kritik (u.a. von [[Emma Goldman]]) überlagerte sich mit einer prinzipiell ablehnenden Haltung vieler männlicher Anarchisten der sozialökonomischen Gleichstellung von Frauen gegenüber, z. B. in Beiträgen von [[Erich Mühsam]] über &amp;quot;Frauenrecht&amp;quot; (vgl. [[Erich Mühsam]] 1979, S. 68-72).[[Bild: Hochzeitstisch.jpg|thumb|left|240px|Foto: [[Benutzer: Uwe_B|Uwe B]]]]Biologischen Deutungsmustern der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen verhaftet, war man(n) der Meinung, dass Männer und Frauen aufgrund ihrer &amp;quot;Natur&amp;quot;, ihrer körperlichen Konstitution, grundsätzlich für unterschiedliche gesellschaftliche Funktionen determiniert waren - Männer zur Erledigung von produktiver Lohnarbeit, Frauen zur Verrichtung von reproduktiver Hausarbeit. Das &amp;quot;natürliche Wesen&amp;quot; des &amp;quot;freien Weibes&amp;quot; (K.K. 1901) sollte sich folglich auf Mutterschaft, Kindererziehung und Haushalt beschränken. Als Konsequenz dieses biologischen Determinismus sowie der Annahme, Forderungen nach sozialökonomischer wie politischer Gleichberechtigung in der vorhandenen Gesellschaft würden nicht grundsätzlich die Emanzipation herbeiführen, galt es, die &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot; nicht im Bereich der Öffentlichkeit, sondern in der Privatsphäre zu lösen. Dabei wurde Freie Liebe als &amp;quot;Revolutionierung der Familie&amp;quot; (Diogenes 1913), als alternative, libertäre Neuformulierung der Sexual- und Ehemoral sowie als Neuorganisierung der unmittelbaren, privaten Beziehungen zwischen den Geschlechtern nicht nur als anarchistische Ethik verstanden. Gleichermaßen galt Freie Liebe als anarchistische Form von Frauenemanzipation, da Freie Liebe die freie Entscheidung von Frauen in Sexual- und Liebesfragen beinhalten würde. Freie Liebe wäre somit zum einen - insofern man die Privatsphäre als &amp;quot;natürliche&amp;quot; Sphäre von Frauen verstand und ihre soziale Betätigung darauf beschränken wollte - die einzig &amp;quot;naturgemäße&amp;quot; weibliche Freiheit in ihrem &amp;quot;eigentlichen&amp;quot; Lebensbereich. Zum anderen galt Freie Liebe - insofern die Freiheit und - Selbstbestimmung des Individuums als Bedingung einer anarchistischen Gesellschaft betrachtet wurde - als (sexuelle) Selbstbestimmung des Individuums in der Privatsphäre als Voraussetzung der souveränen Beteiligung von Frauen an einer Revolutionierung der Gesellschaft in anarchistischem Sinne.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Anarchistische Freie Liebe war indessen weniger Element oder Grundzug einer ganzheitlichen [[Utopie]] - wie im Fourierismus - sondern stellte vielmehr, als sie im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zunehmend in der anarchistischen Presse erörtert wurde, eine Reaktion auf die sogenannte &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot;, auf Forderungen der damaligen [[Frauenbewegung]] nach politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Gleichberechtigung dar, da die meisten Anarchisten aufgrund ihres [[Antiparlamentarismus]] die Forderung nach Frauenwahlrecht, auf die sich die Bestrebungen damaliger Feministen um politische Gleichberechtigung konzentrierte, als grundsätzlich falsch zurückwiesen und ebenfalls Forderungen nach wirtschaftlicher und sozialer Gleichstellung ablehnten, weil solchen Forderungen der bürgerlichen und sozialdemokratischen Frauenbewegung eine fehlende Radikalität oder falsche Prämissen zu bescheinigen wäre. Diese fehlende Radikalität, von [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Goldman, Emma|&lt;/ins&gt;Emma Goldman]] als &amp;quot;das Tragische an der Emanzipation der Frau&amp;quot; bezeichnet (vgl. Emma Goldman 1977, S. 9 -18), wurde darin gesehen, dass sozialökonomische Gleichberechtigungsforderungen zum einen letztendlich nur Forderungen nach derselben Ausbeutung und Unterdrückung wären, die, insofern sie bereits Männer betrafen, gerade Gegenstand anarchistischer Kritik waren. Zum anderen würden diese Forderungen die Unterdrückung von Frauen im Privatleben, insbesondere im Bereich der Sexualität, negieren (teils sogar durch einen vermeintlichen feministischen Puritanismus in Sexualfragen verstärken). Damit blieb ein wesentlicher Aspekt der in anarchistischen Revolutionstheorien gerade apostrophierten Notwendigkeit der [[Freiheit]] und Autonomie des Individuums außen vor. Solche Kritik (u.a. von [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Goldman, Emma|&lt;/ins&gt;Emma Goldman]]) überlagerte sich mit einer prinzipiell ablehnenden Haltung vieler männlicher Anarchisten der sozialökonomischen Gleichstellung von Frauen gegenüber, z. B. in Beiträgen von [[Erich Mühsam]] über &amp;quot;Frauenrecht&amp;quot; (vgl. [[Erich Mühsam]] 1979, S. 68-72).[[Bild: Hochzeitstisch.jpg|thumb|left|240px|Foto: [[Benutzer: Uwe_B|Uwe B]]]]Biologischen Deutungsmustern der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen verhaftet, war man(n) der Meinung, dass Männer und Frauen aufgrund ihrer &amp;quot;Natur&amp;quot;, ihrer körperlichen Konstitution, grundsätzlich für unterschiedliche gesellschaftliche Funktionen determiniert waren - Männer zur Erledigung von produktiver Lohnarbeit, Frauen zur Verrichtung von reproduktiver Hausarbeit. Das &amp;quot;natürliche Wesen&amp;quot; des &amp;quot;freien Weibes&amp;quot; (K.K. 1901) sollte sich folglich auf Mutterschaft, Kindererziehung und Haushalt beschränken. Als Konsequenz dieses biologischen Determinismus sowie der Annahme, Forderungen nach sozialökonomischer wie politischer Gleichberechtigung in der vorhandenen Gesellschaft würden nicht grundsätzlich die Emanzipation herbeiführen, galt es, die &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot; nicht im Bereich der Öffentlichkeit, sondern in der Privatsphäre zu lösen. Dabei wurde Freie Liebe als &amp;quot;Revolutionierung der Familie&amp;quot; (Diogenes 1913), als alternative, libertäre Neuformulierung der Sexual- und Ehemoral sowie als Neuorganisierung der unmittelbaren, privaten Beziehungen zwischen den Geschlechtern nicht nur als anarchistische Ethik verstanden. Gleichermaßen galt Freie Liebe als anarchistische Form von Frauenemanzipation, da Freie Liebe die freie Entscheidung von Frauen in Sexual- und Liebesfragen beinhalten würde. Freie Liebe wäre somit zum einen - insofern man die Privatsphäre als &amp;quot;natürliche&amp;quot; Sphäre von Frauen verstand und ihre soziale Betätigung darauf beschränken wollte - die einzig &amp;quot;naturgemäße&amp;quot; weibliche Freiheit in ihrem &amp;quot;eigentlichen&amp;quot; Lebensbereich. Zum anderen galt Freie Liebe - insofern die Freiheit und - Selbstbestimmung des Individuums als Bedingung einer anarchistischen Gesellschaft betrachtet wurde - als (sexuelle) Selbstbestimmung des Individuums in der Privatsphäre als Voraussetzung der souveränen Beteiligung von Frauen an einer Revolutionierung der Gesellschaft in anarchistischem Sinne.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Art und Weise, wie Freie Liebe gedacht wurde, lassen sich in Deutschland wie in anderen Ländern zwei Hauptströmungen unterscheiden, sieht man von jenen Anarchisten ab, die aus unterschiedlichen Gründen, die traditionelle Ehe(-moral) beibehalten wollten und Freie Liebe deshalb ablehnten, sei es, weil sie - wie der Misogyn [[Pierre-Joseph Proudhon]] - an (die Minderwertigkeit von Frauen glaubten, die folglich der männlichen Obhut bedürften, sei es, weil sie - wie [[Gustav Landauer]] - die traditionelle Ehe als eine der letzten erhaltenen Formen jener &amp;quot;Gemeinschaft&amp;quot; verstanden, die sie als Grundlage einer neuen anarchistischen, auf Gegenseitigkeit beruhenden Gesellschaft verstanden wissen wollten (Gustav Landauer 1921).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Art und Weise, wie Freie Liebe gedacht wurde, lassen sich in Deutschland wie in anderen Ländern zwei Hauptströmungen unterscheiden, sieht man von jenen Anarchisten ab, die aus unterschiedlichen Gründen, die traditionelle Ehe(-moral) beibehalten wollten und Freie Liebe deshalb ablehnten, sei es, weil sie - wie der Misogyn [[Pierre-Joseph Proudhon]] - an (die Minderwertigkeit von Frauen glaubten, die folglich der männlichen Obhut bedürften, sei es, weil sie - wie [[Gustav Landauer]] - die traditionelle Ehe als eine der letzten erhaltenen Formen jener &amp;quot;Gemeinschaft&amp;quot; verstanden, die sie als Grundlage einer neuen anarchistischen, auf Gegenseitigkeit beruhenden Gesellschaft verstanden wissen wollten (Gustav Landauer 1921).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Unter den Befürwortern von Freier Liebe lässt sich zunächst eine Richtung unterscheiden, die im Prinzip in ihrer Vorstellung von Freier Liebe der traditionellen Ehe gar nicht weit entfernt ist. Freie Liebe sei, so der belgische Anarchist [[Jacques Mesnil]], das hohe Liebesideal &amp;quot;immer mehr einer streng monogamischen Form der Ehe&amp;quot; zustrebender &amp;quot;Kulturmenschen&amp;quot; (Jacques Mesnil 1904, S. 36). Als Alternative zur bürgerlichen Ehe, die als Prostitution charakterisiert wurde, weil sie mit wirtschaftlichen Überlegungen verbunden wäre, war eine sogenannte „freie Ehe&amp;quot; vorgesehen, die auf Freiwilligkeit und nur auf gegenseitiger Liebe beruhen sollte, &amp;quot;unbekümmert um die Konzession von Papa Staat und um den Segen der gestrengen Mama Kirche und sonst einer Moraltante&amp;quot; (F. Oerter 1912).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Unter den Befürwortern von Freier Liebe lässt sich zunächst eine Richtung unterscheiden, die im Prinzip in ihrer Vorstellung von Freier Liebe der traditionellen Ehe gar nicht weit entfernt ist. Freie Liebe sei, so der belgische Anarchist [[Jacques Mesnil]], das hohe Liebesideal &amp;quot;immer mehr einer streng monogamischen Form der Ehe&amp;quot; zustrebender &amp;quot;Kulturmenschen&amp;quot; (Jacques Mesnil 1904, S. 36). Als Alternative zur bürgerlichen Ehe, die als Prostitution charakterisiert wurde, weil sie mit wirtschaftlichen Überlegungen verbunden wäre, war eine sogenannte „freie Ehe&amp;quot; vorgesehen, die auf Freiwilligkeit und nur auf gegenseitiger Liebe beruhen sollte, &amp;quot;unbekümmert um die Konzession von Papa Staat und um den Segen der gestrengen Mama Kirche und sonst einer Moraltante&amp;quot; (F. Oerter 1912).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Neben dieser Richtung, für die Freie Liebe praktisch nur Ehe ohne Trauschein war, gab es eine radikalere Richtung, die Freie Liebe als polygame, in der Regel aber auch heterosexuelle Liebe und Sexualität verstand, die nur ausnahmsweise in eine Ehe münden würde und die sie als unzulässige Bändigung der menschlichen Natur verstand, da der Mensch &amp;quot;naturgemäß&amp;quot; polygam wäre und &amp;quot;dauernde exklusive Liebe (..,) nur durch äußeren Zwang (Sitte und Gesetz) oder inneren Zwang (Religion, Moral, praktische Erwägungen) herbeigeführt werden&amp;quot; könnte (E. Ruedebusch 1904, S. 198). Praktische Erwägungen führten dazu, dass manche Autoren die - von der ersten Richtung gerade als Paradebeispiel der sittlichen Degeneration und Prostitutionsähnlichkeit der bürgerlichen Ehe verurteilten - &amp;quot;Konvenienzehe&amp;quot; befürworteten, die unabhängig von jeder Zuneigung in der existierenden. Eheschließungen manchmal erfordernden Gesellschaft ausschließlich einwirtschaftliches Zweckbündnis sein sollte und der Freien Liebe keine Hindernisse auferlegen sollte (vgl. P. Vandree 1897. Prinzipiell wurde die (Liebes-)Ehe als eine das Sexual- und Liebesleben einschränkende Institution indessen abgelehnt; so wurde auch die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; als &amp;quot;lächerliche Parodie auf die christliche Ehe&amp;quot; verworfen (E. Ruedebusch 1904, S. 197). Stattdessen ging man davon aus, dass es immer wechselnde Beziehungen in unterschiedlichen Zusammenstellungen geben würde, wobei man zur Lösung des Problems der sozialökonomischen Absicherung von Frauen, die sich der &amp;quot;freien Mutterschaft&amp;quot; widmen sollten, und Kindern, die nicht mehr in einem ehelichen Rahmen geboren und erzogen werden würden, Kollektivmaßnahmen für die künftig alleinerziehenden Mütter, z. B. in Form einer Art Sozialversicherung (vgl. P. Rarous 1907), treffen wollte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Neben dieser Richtung, für die Freie Liebe praktisch nur Ehe ohne Trauschein war, gab es eine radikalere Richtung, die Freie Liebe als polygame, in der Regel aber auch heterosexuelle Liebe und Sexualität verstand, die nur ausnahmsweise in eine Ehe münden würde und die sie als unzulässige Bändigung der menschlichen Natur verstand, da der Mensch &amp;quot;naturgemäß&amp;quot; polygam wäre und &amp;quot;dauernde exklusive Liebe (..,) nur durch äußeren Zwang (Sitte und Gesetz) oder inneren Zwang (Religion, Moral, praktische Erwägungen) herbeigeführt werden&amp;quot; könnte (E. Ruedebusch 1904, S. 198). Praktische Erwägungen führten dazu, dass manche Autoren die - von der ersten Richtung gerade als Paradebeispiel der sittlichen Degeneration und Prostitutionsähnlichkeit der bürgerlichen Ehe verurteilten - &amp;quot;Konvenienzehe&amp;quot; befürworteten, die unabhängig von jeder Zuneigung in der existierenden. Eheschließungen manchmal erfordernden Gesellschaft ausschließlich einwirtschaftliches Zweckbündnis sein sollte und der Freien Liebe keine Hindernisse auferlegen sollte (vgl. P. Vandree 1897. Prinzipiell wurde die (Liebes-)Ehe als eine das Sexual- und Liebesleben einschränkende Institution indessen abgelehnt; so wurde auch die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; als &amp;quot;lächerliche Parodie auf die christliche Ehe&amp;quot; verworfen (E. Ruedebusch 1904, S. 197). Stattdessen ging man davon aus, dass es immer wechselnde Beziehungen in unterschiedlichen Zusammenstellungen geben würde, wobei man zur Lösung des Problems der sozialökonomischen Absicherung von Frauen, die sich der &amp;quot;freien Mutterschaft&amp;quot; widmen sollten, und Kindern, die nicht mehr in einem ehelichen Rahmen geboren und erzogen werden würden, Kollektivmaßnahmen für die künftig alleinerziehenden Mütter, z. B. in Form einer Art Sozialversicherung (vgl. P. Rarous 1907), treffen wollte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Historiographie sind namentlich von [[Ulrich Linse]] und [[Jean Maitron]] Versuche unternommen worden, die Vertreter der beiden Richtungen in der anarchistischen Bewegung zu positionieren. Nach [[Ulrich Linse]] (1969) wurde die purifizierte bürgerliche Ehe - nach sozialer Herkunft - überwiegend von proletarischen Anarchisten (z. B. in Deutschland- [[Fritz Oerter]]), die auf Promiskuität beruhende Freie Liebe von intellektuellen Anarchisten, insbesondere von Zugehörigen der Boheme (z. B. [[Erich Mühsam]] oder [[Otto Gross]]) vertreten wurde. J. Maitron (1975) zufolge, besaßen die Vertreter der ersten Richtung - ideologisch betrachtet - eher einen kollektivistisch, kommunistisch anarchistischen Hintergrund, so waren die Vertreter der zweiten Richtung überwiegend individualistische Anarchisten (das gilt z. B. Für E. Ruedebusch, [[Emile Armand]], [[Emma Goldman]]). Diese Einteilungen mögen als allgemeine Orientierung einem gewissen Sinn und einer gewissen Richtigkeit nicht entbehren. Dennoch lassen sich gleichzeitig viele Ausnahmen ausmachen: als anarchistischer Intellektueller lehnte [[Gustav Landauer]] Freie Liebe ab. Anarchistische Arbeiter, wie [[Paul Vandree]] und E. Ruedebusch, sowie kommunistische Anarchisten, wie die Französin [[Madeleine Vemet]], der Niederländer [[Henk Eikeboom]] und der Österreicher [[Pierre Rannia]], befürworteten Freie Liebe in ihrer radikalen Form, während der individualanarchistische J. Mesnil gerade für die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; plädierte. Die Zugehörigkeit zur einen oder anderen Richtung dürfte folglich auch durch andere, außerhalb des engeren Rahmens der anarchistischen Theorie und Bewegung liegende Hintergründe bedingt sein, wie z. B. Diskussionen über Sexualität und Sexualreform, die seit der Jahrhundertwende in einem breiteren Rahmen stattfanden (vgl. M. Hirschfeld 1930).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Historiographie sind namentlich von [[Ulrich Linse]] und [[Jean Maitron]] Versuche unternommen worden, die Vertreter der beiden Richtungen in der anarchistischen Bewegung zu positionieren. Nach [[Ulrich Linse]] (1969) wurde die purifizierte bürgerliche Ehe - nach sozialer Herkunft - überwiegend von proletarischen Anarchisten (z. B. in Deutschland- [[Fritz Oerter]]), die auf Promiskuität beruhende Freie Liebe von intellektuellen Anarchisten, insbesondere von Zugehörigen der Boheme (z. B. [[Erich Mühsam]] oder [[Otto Gross]]) vertreten wurde. J. Maitron (1975) zufolge, besaßen die Vertreter der ersten Richtung - ideologisch betrachtet - eher einen kollektivistisch, kommunistisch anarchistischen Hintergrund, so waren die Vertreter der zweiten Richtung überwiegend individualistische Anarchisten (das gilt z. B. Für E. Ruedebusch, [[Emile Armand]], [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Goldman, Emma|&lt;/ins&gt;Emma Goldman]]). Diese Einteilungen mögen als allgemeine Orientierung einem gewissen Sinn und einer gewissen Richtigkeit nicht entbehren. Dennoch lassen sich gleichzeitig viele Ausnahmen ausmachen: als anarchistischer Intellektueller lehnte [[Gustav Landauer]] Freie Liebe ab. Anarchistische Arbeiter, wie [[Paul Vandree]] und E. Ruedebusch, sowie kommunistische Anarchisten, wie die Französin [[Madeleine Vemet]], der Niederländer [[Henk Eikeboom]] und der Österreicher [[Pierre Rannia]], befürworteten Freie Liebe in ihrer radikalen Form, während der individualanarchistische J. Mesnil gerade für die &amp;quot;freie Ehe&amp;quot; plädierte. Die Zugehörigkeit zur einen oder anderen Richtung dürfte folglich auch durch andere, außerhalb des engeren Rahmens der anarchistischen Theorie und Bewegung liegende Hintergründe bedingt sein, wie z. B. Diskussionen über Sexualität und Sexualreform, die seit der Jahrhundertwende in einem breiteren Rahmen stattfanden (vgl. M. Hirschfeld 1930).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Relevanz der Freien Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Relevanz der Freien Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Uwe B</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10272&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe B: /* Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10272&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2010-01-05T11:59:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 5. Januar 2010, 11:59 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l49&quot; &gt;Zeile 49:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 49:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*H. van den Berg: &amp;quot;Frauen, besonders Frauenrechtlerinnen, haben keinen Zutritt!“ Misogynie und Antifeminismus bei Erich Mühsam, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 28, 1992, S. 479 - 510; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*H. van den Berg: &amp;quot;Frauen, besonders Frauenrechtlerinnen, haben keinen Zutritt!“ Misogynie und Antifeminismus bei Erich Mühsam, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 28, 1992, S. 479 - 510; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*R. Cleminson: Male Inverts and Homosexuals, in: Sexual Cultures in Europe. Papers Group B, Amsterdam 1992, S. 11 - 18;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*R. Cleminson: Male Inverts and Homosexuals, in: Sexual Cultures in Europe. Papers Group B, Amsterdam 1992, S. 11 - 18;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*W. Fähnders: Anarchism and Homosexuality in Wilhelmine Germany: Senna Hoy, Erich Mühsam, John Henry Mackay, in: Homosexuality and the Left, hg. v. G&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;, &lt;/del&gt;Hekma/H.Ousterhuis/J. D. Steakley, New York 1995; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*W. Fähnders: Anarchism and Homosexuality in Wilhelmine Germany: Senna Hoy, Erich Mühsam, John Henry Mackay, in: Homosexuality and the Left, hg. v. G&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;. &lt;/ins&gt;Hekma/H.Ousterhuis/J. D. Steakley, New York 1995; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*B. Haaland: Emma Goldman. Sexuality and the Impurity of the State, Montreal/New York/London 1993; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*B. Haaland: Emma Goldman. Sexuality and the Impurity of the State, Montreal/New York/London 1993; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*M. Hirschfeld: Sittengeschichte des Weltkrieges, Leipzig/Wien 1930; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*M. Hirschfeld: Sittengeschichte des Weltkrieges, Leipzig/Wien 1930; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Uwe B</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10271&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe B: /* Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10271&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2010-01-05T11:58:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 5. Januar 2010, 11:58 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l48&quot; &gt;Zeile 48:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 48:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*H. van den Berg: &amp;quot;Frauen, besonders Frauenrechtlerinnen, haben keinen Zutritt!“ Misogynie und Antifeminismus bei Erich Mühsam, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 28, 1992, S. 479 - 510; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*H. van den Berg: &amp;quot;Frauen, besonders Frauenrechtlerinnen, haben keinen Zutritt!“ Misogynie und Antifeminismus bei Erich Mühsam, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 28, 1992, S. 479 - 510; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*R Cleminson: Male Inverts and Homosexuals, in: Sexual Cultures in Europe. Papers Group B, Amsterdam 1992, S. 11 - 18;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*R&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;. &lt;/ins&gt;Cleminson: Male Inverts and Homosexuals, in: Sexual Cultures in Europe. Papers Group B, Amsterdam 1992, S. 11 - 18;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*W. Fähnders: Anarchism and Homosexuality in Wilhelmine Germany: Senna Hoy, Erich Mühsam, John Henry Mackay, in: Homosexuality and the Left, hg. v. G, Hekma/H.Ousterhuis/J. D. Steakley, New York 1995; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*W. Fähnders: Anarchism and Homosexuality in Wilhelmine Germany: Senna Hoy, Erich Mühsam, John Henry Mackay, in: Homosexuality and the Left, hg. v. G, Hekma/H.Ousterhuis/J. D. Steakley, New York 1995; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*B. Haaland: Emma Goldman. Sexuality and the Impurity of the State, Montreal/New York/London 1993; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*B. Haaland: Emma Goldman. Sexuality and the Impurity of the State, Montreal/New York/London 1993; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l54&quot; &gt;Zeile 54:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 54:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*J. Hutton: Camile Pissarros´s &amp;quot;Turpitudes Sociales&amp;quot; and Late Nineteenth Century French Anarchist Anti-Feminism, in: History Workshop, 24,1987, S. 32 - 61;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*J. Hutton: Camile Pissarros´s &amp;quot;Turpitudes Sociales&amp;quot; and Late Nineteenth Century French Anarchist Anti-Feminism, in: History Workshop, 24,1987, S. 32 - 61;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*S. Jeffreys: The Spinster and her Enemies. Feminism and Sexuality, 1880- 1930. London/New York 1985; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*S. Jeffreys: The Spinster and her Enemies. Feminism and Sexuality, 1880- 1930. London/New York 1985; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Ü&lt;/del&gt;. Klan/P. Nelles: „Es lebt noch eine Flamme&amp;quot;. Rheinische Anarcho-Syndikalisten/-innen in der Weimarer Republik und im Faschismus, Grafenau-Döffingen 1986, S. 292 - 320, &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;U&lt;/ins&gt;. Klan/P. Nelles: „Es lebt noch eine Flamme&amp;quot;. Rheinische Anarcho-Syndikalisten/-innen in der Weimarer Republik und im Faschismus, Grafenau-Döffingen 1986, S. 292 - 320, &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*U. Linse: Organisierter Anarchismus im Deutschen. Kaiserreich von 1871, Berlin 1969;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*U. Linse: Organisierter Anarchismus im Deutschen. Kaiserreich von 1871, Berlin 1969;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*R. Linsert: Marxismus und freie Liebe; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*R. Linsert: Marxismus und freie Liebe; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l61&quot; &gt;Zeile 61:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 61:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*C. Regin: Hausfrau und Revolution. Die Frauenpolitik der Anarchosyndikalisten in der Weimarer Republik, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 25, 1989. S. 379 - 397; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*C. Regin: Hausfrau und Revolution. Die Frauenpolitik der Anarchosyndikalisten in der Weimarer Republik, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 25, 1989. S. 379 - 397; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*H. Sears: The Sex Radicals, Free Love in High Victorian America, Lawrence (Kans.) 1977; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*H. Sears: The Sex Radicals, Free Love in High Victorian America, Lawrence (Kans.) 1977; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*C.Semprun-Maura: Revolution und Konterrevolution in Katalonien, Hamburg 1983.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;*C. Semprun-Maura: Revolution und Konterrevolution in Katalonien, Hamburg 1983.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;'''Autor: [[Benutzer: Hubert_B|Hubert van den Berg]]'''&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;'''Autor: [[Benutzer: Hubert_B|Hubert van den Berg]]'''&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Uwe B</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10221&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe B: /* Relevanz der Freien Liebe */ Foto Krabben</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10221&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2009-12-27T11:43:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Relevanz der Freien Liebe: &lt;/span&gt; Foto Krabben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 27. Dezember 2009, 11:43 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l17&quot; &gt;Zeile 17:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 17:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Relevanz der Freien Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Relevanz der Freien Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Relevanz der beiden Vorstellungen von Freier Liebe lag zunächst darin, dass sie Ausdruck und Legitimation anderer Formen des Zusammenlebens und eines freieren Sexuallebens waren. Während die radikalere, auf Promiskuität gegründete Freie Liebe vor allem zur weiteren ideologischen Rechtfertigung einer freizügigeren Sexualität in alternativen [[Subkulturen]], wie die Boheme (etwa im Fall Erich Mühsams) diente, mag die gemäßigte, mit der Vorstellung einer &amp;quot;freien Ehe&amp;quot; verbundenen Form der Freien Liebe dem heutigen Betrachter unspektakulär und eher konventionell vorkommen - trotzdem darf nicht Übersehen werden, dass das Leben in &amp;quot;wilden Ehen&amp;quot; in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts einen entscheidenden Bruch mit den herrschenden Sitten bedeutete und z.B. die Einführung &amp;quot;revolutionärer Ehen&amp;quot; und unkomplizierter Scheidungsverfahren - wie sie in Spanien 1936 von Anarchisten durchgesetzt wurden - im Verhältnis zum bis dahin geltenden Recht - eine wesentliche Liberalisierung implizierte (vgl. C. Semprun-Maura 1983). Ferner trugen die beiden Konzeptionen von Freier Liebe dazu bei, dass Anarchisten um 1900 z. B. in Deutschland eine nicht unbedeutende Rolle in der manchmal als &amp;quot;erste sexuelle Revolution&amp;quot; bezeichneten &amp;quot;erotischen Aufklärungsbewegung&amp;quot; (M. Hirschfeld 1930, S. 5) sowie in der proletarischen Sexualreformbewegung der Weimarer Zeit spielten. So waren Anarchisten, wie [[Erich Mühsam]], [[Senna Hoy]] und [[John Henry Mackay]] an Bestrebungen zur Dekriminalisierung der Homosexualität beteiligt und ist die von dem Sexologen Felix Theilhaber in den 20er Jahren im anarcho-syndikalistischen Verlag &amp;quot;[[Der Syndikalist]]&amp;quot; herausgegebenen Reihe &amp;quot;Beiträge zum Sexualproblem&amp;quot; im Rahmen der proletarischen Sexualreformbewegung der Weimarer Republik nicht zu unterschätzen. Auch für andere Länder gilt, daß Anarchisten sich außerhalb des engeren Rahmens der anarchistischen Bewegung an Bestrebungen zur Sexualaufklärung, der damit verbundenen Propaganda für Verhütungsmethoden und Liberalisierung von Sexual- und Ehemoral wesentlich beteiligten (das gilt u. a. für [[Emma Goldman]] und [[Fritz Brupbacher]], aber auch für niederländische Anarchisten, die sich zunächst im &amp;quot;Neumalthusianischen Bund&amp;quot;. später in der Nachfolgeorganisation &amp;quot;Nederlandse Vereniging voor Sexuele Hervorming&amp;quot; engagierten) - Engagement, das ohne eine der Sexualität aufgeschlossen gegenüberstehende Position, die in der Debatte um Freie Liebe um die Jahrhundertwende entwickelt wurde, undenkbar gewesen wäre.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Relevanz der beiden Vorstellungen von Freier Liebe lag zunächst darin, dass sie Ausdruck und Legitimation anderer Formen des Zusammenlebens und eines freieren Sexuallebens waren. Während die radikalere, auf Promiskuität gegründete Freie Liebe vor allem zur weiteren ideologischen Rechtfertigung einer freizügigeren Sexualität in alternativen [[Subkulturen]], wie die Boheme (etwa im Fall Erich Mühsams) diente, mag die gemäßigte, mit der Vorstellung einer &amp;quot;freien Ehe&amp;quot; verbundenen Form der Freien Liebe dem heutigen Betrachter unspektakulär und eher konventionell vorkommen - trotzdem darf nicht Übersehen werden, dass das Leben in &amp;quot;wilden Ehen&amp;quot; in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts einen entscheidenden Bruch mit den herrschenden Sitten bedeutete und z.B. die Einführung &amp;quot;revolutionärer Ehen&amp;quot; und unkomplizierter Scheidungsverfahren - wie sie in Spanien 1936 von &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;[[Bild: Krabben.JPG|thumb|right|360px|Foto: [[Benutzer: Uwe_B|Uwe B]]]]&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Anarchisten durchgesetzt wurden - im Verhältnis zum bis dahin geltenden Recht - eine wesentliche Liberalisierung implizierte (vgl. C. Semprun-Maura 1983). Ferner trugen die beiden Konzeptionen von Freier Liebe dazu bei, dass Anarchisten um 1900 z. B. in Deutschland eine nicht unbedeutende Rolle in der manchmal als &amp;quot;erste sexuelle Revolution&amp;quot; bezeichneten &amp;quot;erotischen Aufklärungsbewegung&amp;quot; (M. Hirschfeld 1930, S. 5) sowie in der proletarischen Sexualreformbewegung der Weimarer Zeit spielten. So waren Anarchisten, wie [[Erich Mühsam]], [[Senna Hoy]] und [[John Henry Mackay]] an Bestrebungen zur Dekriminalisierung der Homosexualität beteiligt und ist die von dem Sexologen Felix Theilhaber in den 20er Jahren im anarcho-syndikalistischen Verlag &amp;quot;[[Der Syndikalist]]&amp;quot; herausgegebenen Reihe &amp;quot;Beiträge zum Sexualproblem&amp;quot; im Rahmen der proletarischen Sexualreformbewegung der Weimarer Republik nicht zu unterschätzen. Auch für andere Länder gilt, daß Anarchisten sich außerhalb des engeren Rahmens der anarchistischen Bewegung an Bestrebungen zur Sexualaufklärung, der damit verbundenen Propaganda für Verhütungsmethoden und Liberalisierung von Sexual- und Ehemoral wesentlich beteiligten (das gilt u. a. für [[Emma Goldman]] und [[Fritz Brupbacher]], aber auch für niederländische Anarchisten, die sich zunächst im &amp;quot;Neumalthusianischen Bund&amp;quot;. später in der Nachfolgeorganisation &amp;quot;Nederlandse Vereniging voor Sexuele Hervorming&amp;quot; engagierten) - Engagement, das ohne eine der Sexualität aufgeschlossen gegenüberstehende Position, die in der Debatte um Freie Liebe um die Jahrhundertwende entwickelt wurde, undenkbar gewesen wäre.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Mag die anarchistische Freie Liebe hintergründig auch in der sogenannten &amp;quot;sexuellen Revolution&amp;quot; der 60er Jahre hintergründig eine Rolle gespielt haben (jedoch wohl überwiegend in Form eines Gerüchts von &amp;quot;sexueller Anarchie&amp;quot;), so ist ihre Bedeutung, in erster Linie über das Leben und Werk [[Emma Goldmans]], für die Entwicklung des [[Anarchafeminismus]] in den 70er Jahren unübersehbar, wobei [[Emma Goldman]] durch ihr Insistieren auf Freie Liebe, auf individuelle Entscheidungsgewalt in persönlichen, insbesondere sexuellen Angelegenheiten als Voraussetzung für wirkliche Frauenemanzipation zur historischen Leitfigur von Ansätzen wurde. die im Gegenzug zur Verbindung von [[Feminismus]] mit [[Sozialismus]] marxistischer Provenienz einen libertären Feminismus zu entwickeln suchten.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Mag die anarchistische Freie Liebe hintergründig auch in der sogenannten &amp;quot;sexuellen Revolution&amp;quot; der 60er Jahre hintergründig eine Rolle gespielt haben (jedoch wohl überwiegend in Form eines Gerüchts von &amp;quot;sexueller Anarchie&amp;quot;), so ist ihre Bedeutung, in erster Linie über das Leben und Werk [[Emma Goldmans]], für die Entwicklung des [[Anarchafeminismus]] in den 70er Jahren unübersehbar, wobei [[Emma Goldman]] durch ihr Insistieren auf Freie Liebe, auf individuelle Entscheidungsgewalt in persönlichen, insbesondere sexuellen Angelegenheiten als Voraussetzung für wirkliche Frauenemanzipation zur historischen Leitfigur von Ansätzen wurde. die im Gegenzug zur Verbindung von [[Feminismus]] mit [[Sozialismus]] marxistischer Provenienz einen libertären Feminismus zu entwickeln suchten.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;== Zusammenfassung==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;== Zusammenfassung==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Obwohl Freie Liebe, nie zu den Hauptthemen des historischen Anarchismus zählte, ist die Bedeutung von Freier Liebe gerade durch ihre Relevanz außerhalb des anarchistischen Spektrums und des Zeitrahmens, in dem sie in anarchistischen Kreisen zur Diskussion stand - der Zeit um 1900 -, nicht zu unterschätzen. Während auch der freiheitliche Gehalt von Freier Liebe nicht übersehen werden darf, der vor allem darin enthalten war, dass Individuen, ob Mann oder Frau grundsätzlich souverän - ohne äußeren Druck - darüber entscheiden sollten, welche sexuelle und/oder Liebesbeziehungen sie mit anderen Personen eingehen wollten, welche Form des Zusammenlebens sie für sich am geeignetsten hielten, ist zugleich auf zwei wesentliche Probleme bei den anarchistischen Konzeptionen von Freier Liebe hinzuweisen: Erstens widersetzen sich diese Vorstellungen zwar einerseits vorhandener Regulative, wie der hegemonialen Sexual- und Ehemoral sowie den damit verbundenen staatlichen und kirchlichen Vorschriften, andererseits konstituieren sich sowohl die gemäßigte als auch radikale Formen der Freien Liebe als neue Regulative. Das gilt sowohl, wenn Vertreter der einen Richtung ewig währende heterosexuelle Monogamie als die eigentlich &amp;quot;natürliche&amp;quot; Sexualbeziehung bezeichnen (wie J. Mesnil), als auch wenn die Vertreter der anderen Richtung Promiskuität nicht nur als denkbare Möglichkeit, sondern als ebenso vermeintlich &amp;quot;naturgemäße&amp;quot; Norm festlegen (wie [[Erich Mühsam]]). Zweitens ist darauf hinzuweisen, dass Freie Liebe als anarchistische Lösung der &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot; mit einer ablehnenden Haltung gegenüber damaligen feministischen Ansprüchen auf sozialökonomische Gleichstellung verbunden war, die von einigen vielleicht in einer anarchistischen Gesellschaftsordnung wohl vorgesehen war, generell aber grundsätzlich abgelehnt wurde. Indem man der Meinung war, dass eine solche Gleichstellung &amp;quot;unnatürlich&amp;quot; war und Frauen auch in einer neuen Gesellschaft für ihr Einkommen bzw. für ihr (wirtschaftliches) Überleben von Männern abhängig sein sollten (vgl. Diogenes), wäre jedenfalls für Frauen wirkliche Freie Liebe in einer anarchistischen Gesellschaft somit zumindest potentiell gefährdet, wenn nicht - hinsichtlich der Existenz patriarchaler Verhältnisse seit mehreren Jahrtausenden - letztendlich bloß zur Narrenfreiheit geworden.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Obwohl Freie Liebe, nie zu den Hauptthemen des historischen Anarchismus zählte, ist die Bedeutung von Freier Liebe gerade durch ihre Relevanz außerhalb des anarchistischen Spektrums und des Zeitrahmens, in dem sie in anarchistischen Kreisen zur Diskussion stand - der Zeit um 1900 -, nicht zu unterschätzen. Während auch der freiheitliche Gehalt von Freier Liebe nicht übersehen werden darf, der vor allem darin enthalten war, dass Individuen, ob Mann oder Frau grundsätzlich souverän - ohne äußeren Druck - darüber entscheiden sollten, welche sexuelle und/oder Liebesbeziehungen sie mit anderen Personen eingehen wollten, welche Form des Zusammenlebens sie für sich am geeignetsten hielten, ist zugleich auf zwei wesentliche Probleme bei den anarchistischen Konzeptionen von Freier Liebe hinzuweisen: Erstens widersetzen sich diese Vorstellungen zwar einerseits vorhandener Regulative, wie der hegemonialen Sexual- und Ehemoral sowie den damit verbundenen staatlichen und kirchlichen Vorschriften, andererseits konstituieren sich sowohl die gemäßigte als auch radikale Formen der Freien Liebe als neue Regulative. Das gilt sowohl, wenn Vertreter der einen Richtung ewig währende heterosexuelle Monogamie als die eigentlich &amp;quot;natürliche&amp;quot; Sexualbeziehung bezeichnen (wie J. Mesnil), als auch wenn die Vertreter der anderen Richtung Promiskuität nicht nur als denkbare Möglichkeit, sondern als ebenso vermeintlich &amp;quot;naturgemäße&amp;quot; Norm festlegen (wie [[Erich Mühsam]]). Zweitens ist darauf hinzuweisen, dass Freie Liebe als anarchistische Lösung der &amp;quot;Frauenfrage&amp;quot; mit einer ablehnenden Haltung gegenüber damaligen feministischen Ansprüchen auf sozialökonomische Gleichstellung verbunden war, die von einigen vielleicht in einer anarchistischen Gesellschaftsordnung wohl vorgesehen war, generell aber grundsätzlich abgelehnt wurde. Indem man der Meinung war, dass eine solche Gleichstellung &amp;quot;unnatürlich&amp;quot; war und Frauen auch in einer neuen Gesellschaft für ihr Einkommen bzw. für ihr (wirtschaftliches) Überleben von Männern abhängig sein sollten (vgl. Diogenes), wäre jedenfalls für Frauen wirkliche Freie Liebe in einer anarchistischen Gesellschaft somit zumindest potentiell gefährdet, wenn nicht - hinsichtlich der Existenz patriarchaler Verhältnisse seit mehreren Jahrtausenden - letztendlich bloß zur Narrenfreiheit geworden.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Uwe B</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10216&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe B: fertig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10216&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2009-12-27T11:32:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;fertig&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 27. Dezember 2009, 11:32 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l1&quot; &gt;Zeile 1:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 1:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;{{InArbeit}} - &lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;'''[[Portal Sachthemen|Lexikon der Anarchie: Sachthemen]]'''&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;'''[[Portal Sachthemen|Lexikon der Anarchie: Sachthemen]]'''&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[[Bild: Seeloewen.JPG|thumb|right|360px|Foto: [[Benutzer: Uwe_B|Uwe B]]]]&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[[Bild: Seeloewen.JPG|thumb|right|360px|Foto: [[Benutzer: Uwe_B|Uwe B]]]]&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Uwe B</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10215&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe B: /* Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://dadaweb.de/index.php?title=Freie_Liebe&amp;diff=10215&amp;oldid=prev"/>
				<updated>2009-12-27T11:31:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table class=&quot;diff diff-contentalign-left&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr style=&quot;vertical-align: top;&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: white; color:black; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 27. Dezember 2009, 11:31 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l46&quot; &gt;Zeile 46:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 46:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Literatur zur anarchistischen Diskussion und Praxis von Freier Liebe==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*H. van den Berg: &amp;quot;Frauen, besonders Frauenrechtlerinnen, haben keinen Zutritt!“ Misogynie und Antifeminismus bei Erich Mühsam, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 28, 1992, S. 479 - 510; &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*R Cleminson: Male Inverts and Homosexuals, in: Sexual Cultures in Europe. Papers Group B, Amsterdam 1992, S. 11 - 18;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*W. Fähnders: Anarchism and Homosexuality in Wilhelmine Germany: Senna Hoy, Erich Mühsam, John Henry Mackay, in: Homosexuality and the Left, hg. v. G, Hekma/H.Ousterhuis/J. D. Steakley, New York 1995; &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*B. Haaland: Emma Goldman. Sexuality and the Impurity of the State, Montreal/New York/London 1993; &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*M. Hirschfeld: Sittengeschichte des Weltkrieges, Leipzig/Wien 1930; &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*J. Hutton: Camile Pissarros´s &amp;quot;Turpitudes Sociales&amp;quot; and Late Nineteenth Century French Anarchist Anti-Feminism, in: History Workshop, 24,1987, S. 32 - 61;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*S. Jeffreys: The Spinster and her Enemies. Feminism and Sexuality, 1880- 1930. London/New York 1985; &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*Ü. Klan/P. Nelles: „Es lebt noch eine Flamme&amp;quot;. Rheinische Anarcho-Syndikalisten/-innen in der Weimarer Republik und im Faschismus, Grafenau-Döffingen 1986, S. 292 - 320, &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*U. Linse: Organisierter Anarchismus im Deutschen. Kaiserreich von 1871, Berlin 1969;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*R. Linsert: Marxismus und freie Liebe; &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*J. Maitron Le mouvement anarchiste en France, Paris 1983;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*H. Ramaer: De piramide der tirannie. Anarchisten in Nederland, Amsterdam 1977; &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*C. Regin: Hausfrau und Revolution. Die Frauenpolitik der Anarchosyndikalisten in der Weimarer Republik, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 25, 1989. S. 379 - 397; &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*H. Sears: The Sex Radicals, Free Love in High Victorian America, Lawrence (Kans.) 1977; &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;*C.Semprun-Maura: Revolution und Konterrevolution in Katalonien, Hamburg 1983.&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;'''Autor: [[Benutzer: Hubert_B|Hubert van den Berg]]'''&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f9f9f9; color: #333333; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #e6e6e6; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;'''Autor: [[Benutzer: Hubert_B|Hubert van den Berg]]'''&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Uwe B</name></author>	</entry>

	</feed>