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		<title>Maurice S: /* Politischer Werdegang */</title>
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Insofern bestimmte er die Hinwendung der 1920 über 120.000 Mitglieder zählenden FAUD zum kommunistischen Anarchismus, durch seine „Prinzipienerklärung des Syndikalismus&amp;quot; – der bis dahin wohl fundiertesten Theorieplattform der libertären Gewerkschaftsbewegung -, in einem entscheidenden Ausmaß mit. Was die Absorption anarchistischer Theorieinhalte anbelangt, kann Rocker eine katalytische Funktion zugeschrieben werden, durch die die Positionierung der FAUD als eine organisatorische Trägerin des kommunistischen Anarchismus eine erhebliche Beschleunigung erfuhr. Neben einer umfangreichen literarischen Tätigkeit, die in vielen Ländern hunderttausendfache Verbreitung fand, galt Rockers unentwegtes Engagement der Initiierung einer unabhängigen anarchosyndikalistischen Internationale, mit der sowohl dem revolutionären Alleinvertretungsanspruch der 3. Kommunistischen Internationale, als auch der in Gestalt der Roten Gewerkschafts-Internationale seit 1921 existierenden radikalgewerkschaftlichen Konkurrenz des supranationalen Syndikalismus, eine antiautoritäre Alternative entgegengesetzt werden sollte. Die &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;→Internationale &lt;/del&gt;Arbeiter Assoziation (IAA), die nach jahrelangen Vorbereitungen um die Jahreswende 1922/23 Gestalt annahm, gilt nicht zuletzt als Rockers persönlicher Erfolg. Als einer ihrer drei Sekretäre verfasste Rocker die „Prinzipienerklärung der IAA&amp;quot;, die der zum damaligen Zeitpunkt über eineinhalb Millionen Mitglieder zählende Organisation eine ideologische Identität vermittelte und deren föderalistische Organisationsprinzipien festlegte. &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Obgleich Rocker in der libertären Gewerkschaftsbewegung Deutschlands – bis auf eine informelle Sprecherfunktion in der ersten Geschäftskommission der [[Freie Arbeiter Union Deutschlands (Anarcho-Syndikalisten)|Freien Arbeiter Union Deutschlands (FAUD)]] – niemals ein offizielles Amt annahm, wirkte er als dessen spiritus rector, was sich nicht zuletzt die Abfassung zahlreicher Programmentwürfe und Grundsatzartikel zeigte. 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		<author><name>Maurice S</name></author>	</entry>

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		<title>Maurice S: /* Leben */</title>
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		<author><name>Maurice S</name></author>	</entry>

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Im Pariser Exil machte Rocker die im Hinblick auf seine künftige syndikalistische Orientierung prägende Erfahrung, dass anarchistische Konzepte in die Ideologie und Praxis der französischen Gewerkschaftsbewegung einzuwirken begannen. Betroffen von der Ausweisungswelle ausländischer Anarchisten, die die Behörden in Folge der von [[individualistischer Anarchismus|Individualanarchisten]] verübten Bombenattentate verhängten, siedelte Rocker 1895 mit einigen Freunden von den „Unabhängigen&amp;quot; nach London über. Dort fand er im „Communistischen Arbeiter-Bildungsverein&amp;quot;, der ältesten sozialistischen deutschen Auslandsorganisation, in der die anarchistische Fraktion über eine starke Position verfügte, zunächst eine Beschäftigung als Bibliothekar. In London machte Rocker die Bekanntschaft der bedeutendsten Persönlichkeiten des Anarchismus: →Alexander Shapiro, [[Nettlau, Max|Max Nettlau]], [[Michel, Louise|Louise Michel]] und auch [[Landauer, Gustav|Gustav Landauer]]. Mit [[Malatesta, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Erric&lt;/del&gt;|Errico Malatesta]] und &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;[[&lt;/del&gt;P. Kropotkin&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;]]&lt;/del&gt;, mit denen er mehrfach als Redner auf Massenkundgebungen der anarchistischen Bewegung auftrat, verband ihn, ebenso wie mit dem libertären Historiker M. Nettlau, eine lebenslange Freundschaft. Sein politisches Betätigungsfeld fand Rocker jedoch im ostjüdischen Arbeitermilieu des Londoner East-End, in dem er auch seine spätere Lebensgefährtin [[Witkop, Milly|Milly Witkop]] (1877 – 1955) kennen lernte. Als Nicht-Jude entwickelte sich der Emigrant bald zu einer der prominentesten Wortführer der aufkeimenden jüdischen Gewerkschaftsbewegung, aus der nicht zuletzt infolge seiner Aktivitäten, die größte libertäre Organisation Englands hervorging. &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Sein rhetorisches Talent entdeckte und entwickelte der junge Rocker bereits im gewerkschaftlichen Buchbinderfachverein und im „Verein unabhängiger Sozialisten&amp;quot;. 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Sein politisches Betätigungsfeld fand Rocker jedoch im ostjüdischen Arbeitermilieu des Londoner East-End, in dem er auch seine spätere Lebensgefährtin [[Witkop, Milly|Milly Witkop]] (1877 – 1955) kennen lernte. Als Nicht-Jude entwickelte sich der Emigrant bald zu einer der prominentesten Wortführer der aufkeimenden jüdischen Gewerkschaftsbewegung, aus der nicht zuletzt infolge seiner Aktivitäten, die größte libertäre Organisation Englands hervorging. &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>Maurice S am 21. Juli 2020 um 13:07 Uhr</title>
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Im Pariser Exil machte Rocker die im Hinblick auf seine künftige syndikalistische Orientierung prägende Erfahrung, dass anarchistische Konzepte in die Ideologie und Praxis der französischen Gewerkschaftsbewegung einzuwirken begannen. Betroffen von der Ausweisungswelle ausländischer Anarchisten, die die Behörden in Folge der von Individualanarchisten &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;(→Anarchismus, individualistischer) &lt;/del&gt;verübten Bombenattentate verhängten, siedelte Rocker 1895 mit einigen Freunden von den „Unabhängigen&amp;quot; nach London über. Dort fand er im „Communistischen Arbeiter-Bildungsverein&amp;quot;, der ältesten sozialistischen deutschen Auslandsorganisation, in der die anarchistische Fraktion über eine starke Position verfügte, zunächst eine Beschäftigung als Bibliothekar. 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		<author><name>Maurice S</name></author>	</entry>

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		<title>Maurice S: /* Politischer Werdegang */</title>
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		<title>Maurice S: /* Leben */</title>
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Im Pariser Exil machte Rocker die im Hinblick auf seine künftige syndikalistische Orientierung prägende Erfahrung, dass anarchistische Konzepte in die Ideologie und Praxis der französischen Gewerkschaftsbewegung einzuwirken begannen. Betroffen von der Ausweisungswelle ausländischer Anarchisten, die die Behörden in Folge der von Individualanarchisten (→Anarchismus, individualistischer) verübten Bombenattentate verhängten, siedelte Rocker 1895 mit einigen Freunden von den „Unabhängigen&amp;quot; nach London über. Dort fand er im „Communistischen Arbeiter-Bildungsverein&amp;quot;, der ältesten sozialistischen deutschen Auslandsorganisation, in der die anarchistische Fraktion über eine starke Position verfügte, zunächst eine Beschäftigung als Bibliothekar. In London machte Rocker die Bekanntschaft der bedeutendsten Persönlichkeiten des Anarchismus: →Alexander Shapiro, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;→Max &lt;/del&gt;Nettlau, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;→Louise &lt;/del&gt;Michel und auch [[Landauer, Gustav|Gustav Landauer]]. Mit &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;→Errico &lt;/del&gt;Malatesta und P. Kropotkin, mit denen er mehrfach als Redner auf Massenkundgebungen der anarchistischen Bewegung auftrat, verband ihn, ebenso wie mit dem libertären Historiker M. Nettlau, eine lebenslange Freundschaft. Sein politisches Betätigungsfeld fand Rocker jedoch im ostjüdischen Arbeitermilieu des Londoner East-End, in dem er auch seine spätere Lebensgefährtin &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;→Milly &lt;/del&gt;Witkop (1877 – 1955) kennen lernte. Als Nicht-Jude entwickelte sich der Emigrant bald zu einer der prominentesten Wortführer der aufkeimenden jüdischen Gewerkschaftsbewegung, aus der nicht zuletzt infolge seiner Aktivitäten, die größte libertäre Organisation Englands hervorging. &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color:black; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Sein rhetorisches Talent entdeckte und entwickelte der junge Rocker bereits im gewerkschaftlichen Buchbinderfachverein und im „Verein unabhängiger Sozialisten&amp;quot;. Dessen Ende, das im April 1894 nur wenige Monate nach der Rückkehr des marxistischen Flügels in die Mutterpartei folgte, erlebte Rocker nicht mehr in Deutschland, da er im Dezember 1892 einer drohenden Verhaftung wegen illegaler anarchistischer Propagandatätigkeit und dem bevorstehenden Militärdienst durch die Flucht ins Ausland zuvorgekommen war. Im Pariser Exil machte Rocker die im Hinblick auf seine künftige syndikalistische Orientierung prägende Erfahrung, dass anarchistische Konzepte in die Ideologie und Praxis der französischen Gewerkschaftsbewegung einzuwirken begannen. Betroffen von der Ausweisungswelle ausländischer Anarchisten, die die Behörden in Folge der von Individualanarchisten (→Anarchismus, individualistischer) verübten Bombenattentate verhängten, siedelte Rocker 1895 mit einigen Freunden von den „Unabhängigen&amp;quot; nach London über. Dort fand er im „Communistischen Arbeiter-Bildungsverein&amp;quot;, der ältesten sozialistischen deutschen Auslandsorganisation, in der die anarchistische Fraktion über eine starke Position verfügte, zunächst eine Beschäftigung als Bibliothekar. In London machte Rocker die Bekanntschaft der bedeutendsten Persönlichkeiten des Anarchismus: →Alexander Shapiro, &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;[[Nettlau, Max|Max &lt;/ins&gt;Nettlau&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;, &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;[[Michel, Louise|Louise &lt;/ins&gt;Michel&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;und auch [[Landauer, Gustav|Gustav Landauer]]. Mit &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;[[Malatesta, Erric|Errico &lt;/ins&gt;Malatesta&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;und &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;P. Kropotkin&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;, mit denen er mehrfach als Redner auf Massenkundgebungen der anarchistischen Bewegung auftrat, verband ihn, ebenso wie mit dem libertären Historiker M. Nettlau, eine lebenslange Freundschaft. Sein politisches Betätigungsfeld fand Rocker jedoch im ostjüdischen Arbeitermilieu des Londoner East-End, in dem er auch seine spätere Lebensgefährtin &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;[[Milly &lt;/ins&gt;Witkop&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;(1877 – 1955) kennen lernte. 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		<author><name>Maurice S</name></author>	</entry>

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		<title>Maurice S: /* Leben */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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