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Lesereise "Gegen die Arbeit" Oktober 2011

Buchvorstellungen und Lesungen mit Michael Seidman / North Carolina (USA) zum neuen Buch im Verlag Graswurzelrevolution vor und während der Buchmesse Das Buch

Michael Seidman: Gegen die Arbeit. Über die Arbeiterkämpfe in Barcelona und Paris 1936-38, Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2011, 480 S., 24,80 Euro

SeidmanArbeit.jpg
Die spanische Revolution 1936 und die Fabrikbesetzungen im Frankreich der Volksfront-Regierung bilden noch immer wichtige Bezugspunkte von Bewegungen, die Kapitalismus und jede Herrschaft aufheben wollen. Aber stimmen unsere Wahrnehmungen und "Lehren", die aus den vielfältigen individuellen und kollektiven Formen des damaligen Arbeiterwiderstands gezogen wurden?

Michael Seidmans materialreiche historische Studie zeigt, dass in Spanien wie in Frankreich unter unterschiedlichen Bedingungen radikale Praktiken der Arbeitsverweigerung anhielten, ja sogar aufblühten. Revolution hieß für die Arbeiter und Arbeiterinnen in Barcelona und Paris nicht mehr, sondern weniger arbeiten. Die Aufhebung der Lohnarbeit rückt durch diese Studie wieder ins Blickfeld der Gesellschaftsutopie.

Zwangsläufig konzentriert sich Seidman dabei auf den Kern der spanischen Revolution, nämlich die Abläufe in den Betrieben. Damit hebt sich sein Werk ab von der teils romantischen, vielfach jedoch auf die Front fixierten Literatur zum spanischen Bürgerkrieg. Außerdem bietet Seidman eine umfassende Darstellung der französischen Fabrikbesetzungen, über die es in deutscher Sprache bisher nur spärliche Veröffentlichungen gibt.

Mit seiner Forschung füllt Seidman eine bisher kaum wahrgenommene Lücke in der Geschichtsschreibung der Arbeiterbewegung. Das Buch veranschaulicht, dass sich aktuelle Diskussionen zur Kritik der wachstums-, profit- und produktionsorientierten Wirtschaft auf eine untergründig verlaufende, proletarische Verweigerungstradition beziehen können. Der Autor

Michael Seidman ist Historiker an der University of North Carolina in Wilmington, USA. Er lebte Ende der Siebzigerjahre in Paris und promovierte 1982 in Amsterdam über das Thema dieses Buches. Er ist der Autor von bisher vier Büchern: Workers against Work (1991), Republic of Egos: A Social History of the Spanish Civil War (2002), The Imaginary Revolution: Parisian Students and Workers in 1968 (2004) und The Victorious Counterrevolution: The Nationalist Effort in the Spanish Civil War (2011). In seinen Forschungen zeigt er ein besonderes Interesse für soziale Bewegungen und individuelle Aktionen. Veranstaltungen

Sa, 8. Oktober 2011, Köln

19 h, Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79, 50823 Köln - Achtung: neuer Ort! - VeranstalterIn: Freunde der Dissidenten; TtE-Bücherei in der Feuerwache; Rosa-Luxemburg-Stiftung, Verlag GWR

So, 9. Oktober 2011, Jena

19 h, JG (Junge Gemeinde) Stadtmitte, Johannisstr. 14, 07743 Jena VeranstalterIn: Libertäres Netzwerk Jena, Verlag GWR

Mo, 10. Oktober 2011, Nürnberg

19 h, Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6, 90429 Nürnberg VeranstalterIn: FAU Nürnberg in Kooperation mit Ausstellungsgruppe "Pueblo en armas"; Verlag GWR

Di, 11. Oktober 2011, Berlin

19 h, FAU-Lokal, Lottumstr. 11, 10119 Berlin (U8 Rosenthaler Platz/U2 Rosa-Luxemburg-Platz)

VeranstalterIn: FAU Berlin; Verlag GWR

Mi, 12. Oktober 2011,Bielefeld

20 h, Bürgerwache, Rolandstr. 16, 33615 Bielefeld VeranstalterIn: FAU - Ortsgruppe Bielefeld; Verlag GWR

Do, 13. Oktober 2011,Wiesbaden

20.30 h, Café Klatsch, Marcobrunnerstr. 9, 65197 Wiesbaden VeranstalterIn: Café Klatsch; Verlag GWR

Fr, 14. Oktober 2011, Frankfurt/M.

19.30 h, Faites votre jeu!, Klapperfeldstr. 5, 60313 Frankfurt/M.

VeranstalterIn: Faites votre jeu! / Initiativkreis GegenBuchMasse; Verlag GWR

Sa, 15. Oktober 2011, Frankfurt/M.

13.30-14 h, live auf der Frankfurter Buchmesse, Literadio, Halle 4, Stand E 207 Weitere Veranstaltung des Verlags Graswurzelrevolution

GrasWurzelRevolution

--Uwe B 21:29, 12. Sep. 2011 (CEST)

Staudamm oder Leben! 14.10.2011 in FaM

Staudamm.jpg

Indien: Der Widerstand an der Narmada

Veranstaltung mit Autorin Ulrike Bürger

Fr, 14. Oktober 2011, Frankfurt/M.

18.30 h in den Räumen der DFG-VK, Mühlgasse 13, 60486 Frankfurt/M.

VeranstalterIn: Café 2Grad; GegenBuchMasse; Verlag GWR

GrasWurzelRevolution

--Uwe B 21:29, 12. Sep. 2011 (CEST)


BAIZ in Berlin

Mittwoch, 25. November 2009 ab 19h, A-Laden Experience (ALEx)

VERKEHR_te Welt - Vom auto-mobilen Klima '36 zum auto-ritären Machtmotor

Das Auto-mobil. Vom Otto- und Dieselmotor bis zur Elektrokutsche. Großsegler werden abgelöst von Dampf- und Motorschiffen, atom- und wasserstoffbetriebenen Flotten. Aus Flugversuchen mit Friedensabsicht wird die Luft-Waffe. Aus dem Auto entsteht im Ersten Weltkrieg der "Tank", der Panzer. Mit Volks(kÜbel)wagen und Opel Blitz gehts '39 in den Blitzkrieg. Und postfaschistisch in den vorläufigen Wohlstandskapitalismus zu Lasten der bestenfalls eselreitenden Dritten Welt. Kehrseite des Verkehrs: jährlich zigtausende Tote & Verletzte, landschaftsver(end)siege(l)nde Autobahnen und anrollende Klimakatastrophe. Dagegen die libertäre Sichtweise: anarchosyndikalistisch selbstverwaltete Autofabriken und Öffentliche Verkehrsmittel Spanien 1936. Technikumbau von unten durch Tüftler gegen den Mainstream der Konzerne. Dazu die Frage, brauchen wir zu 800 Millionen PKWs global nochmal doppelt so viele? Sind Kriege um Rohstoffe, Öl, Gas, Biotreib- und Wasserstoff unvermeidlich? Endloses "Wachstum" für (Leih-)Arbeitsplätze? Die Produktion des "grünen Öko-Blitz" zum Gedeih der Atom-Mafia RWE, Siemens und Co.? Über dem Abgrund schwebend den 7. Gang einlegen? Oder wäre endlich weniger nicht mehr? Gesundschrumpfen statt lethales Krebswachstum?

http://www.baiz.info/3.html

Bibliothek der Freien in Berlin

Freitag, 27. November 2009, 19.00 Uhr

Jenseits von Kapitalismus und Staatssozialismus: Anarchistische Positionen zum Thema Wirtschaft

Strike Bike Team

Anarchisten benötigen in aller Regel keine aktuelle Wirtschaftskrise, um zu erkennen, dass die heute weltweit vorherrschende Form der Ökonomie unvernünftig ist. Sie lehnen jedoch den Staatssozialismus oder die zentralistische Planwirtschaft genauso ab wie den Kapitalismus, egal ob er nun eher neoliberal oder sozialstaatlich daherkommt. Stattdessen setzen sie auf eine selbstbestimmte »dezentrale Bedürfnisproduktion« (Horst Stowasser). Da die anarchistische Wirtschaft ohne Staat, Partei(en) und Privateigentum auskommen will, stellen sich besondere Anforderungen an sie, denen Rechnung zu tragen ist in Gestalt von geeigneten Strukturen und Abläufen, aber auch in Form einer entsprechenden Kultur. Im Rahmen der Veranstaltung werden verschiedene Strukturierungsmöglichkeiten und Organisationsformen vorgestellt, die geeignet sind, diese Anforderungen an ein funktionierendes, herrschaftsfreies Wirtschaften zu erfüllen. Dabei werden sowohl praktische Erfahrungen (z.B. während der Spanischen Revolution) als auch theoretische Überlegungen aus der anarchistischen Literatur berücksichtigt. Außerdem soll die Gelegenheit genutzt werden, um darüber nachzudenken, welche Schritte bereits heute ergriffen werden können, um den Übergang zu einer herrschaftsfreien und solidarischen Wirtschaftsweise einzuleiten. (Vortrag und Diskussion)

http://www.bibliothekderfreien.de/

Klassentreffen in Bremen 12. und 13.06.09

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Redaktion,

"Anarchie, hat das nicht irgendwie mit Arbeiterbewegung zu tun?", "ist das nicht längst überholt?" "das geht doch eh nicht in einer Welt, in der sich jeder nur für sich selbst interessiert!" - ähliches hört ma öfter, wenn man das vermeintliche Un-Wort bewusst nutzt.

Auf vielfache Rückfragen hin habe wir hier nochmal ein paar Informationen zu den einzelnen Programmpunkten der zweitägigen Veranstalatung zusammengestellt. Damit wird noch deutlicher, um was es geht - und warum unsere Veranstaltung ganz und gar nicht "von gestern" ist.

Über Ihre entsprechende Berichterstattung würden wir uns sehr freuen!

FREITAG, 12.6. 19:00 Volxküche Sielwallhaus (Am Sielwall)

 Die "Vokü" bietet günstige, vegetarische Kost im autonomen Charme
 des Sielwallhauses. Selbstverwaltete Räume gehören auch in Zukunft
 gefördert und unterstützt (auch finanziell, soweit erforderlich bzw.
 gewünscht), nicht zuletzt, weil dort Platz ist, um Vorstellungen und
 Modelle einer anderen Gesellschaft zu entwickeln - nötiger denn je,
 da die neoliberale Welt der Banker gerade selbst noch künftige
 Generationen in den Ruin getrieben hat.

20:00 Lesung von Michael Halfbrodt über surrealistische & libertäre

 Literatur
 Die Bilder des Surrealismus sind bekannter als die entsprechende
 literarische Produktion. Der Übersetzer Michael Halfbrodt hat einige
 Kleinode mitgebracht, aus denen sicher aus deutlich wird, inwiefern
 diese Texte libertär inspiriert sind. Halfbrodt schreibt auch selbst,
 als Teil des Literaturprojekts "Blackbox" war er schon mit "Poetry
 on the road", als es das glechnamige Bremer Literaturfestival noch
 nicht gab.

21:30 Lese-Performance mit Roland Kremer zum "Recht auf Faulheit"

 Texte, die den Müssiggang proklamieren, gibt es schon seit der
 Antike. Paul Lafargue, der Schwiegersohn von Karl Marx, hat das
 "Recht auf Arbeit" als "Recht auf Ausbeutung" bezeichnet und ihm das
 provokante "Recht auf Faulheit" entgegengehalten. Wenn auch einiges
 am konkreten Text inzwischen überholt ist, so leider nicht die
 Frage, unter welchen Bedingungen, für wen und wieviel wir arbeiten
 wollen bzw. müssen. Roland Kremer ist ein wahrer Wort-Artist, eine
 Lesung mit ihm ist immer sehenswert.

23:00 Party im Freizeitheim Friese (Friesenstrasse) mit revolte

 offbeatz dj
 "Wenn ich nicht tanzen kann, ist es nicht meine Revolution", meinte
 schon Emma Goldman. Revolte offbeatz dj macht auch eine eigene
 Sendung für den freien Hildesheimer Radiosender Radio Tonkuhle.
 Seine ebenso tanz- wie hörbare Mischung aus
 Reggae-Ska-Dub-Latin-HipHop-Ragga-Trip-Mestizo-Punk" ist
 einzigartig, sie enthält vele Perle jenseits des musikalischen Mainstream. Wer
 immer die gleiche Musik hören will, kann draussen bleiben, hier sind
 Menschen mit offenen Ohren & Herzen umso mehr willkommen!

SMASTAG, 13.6. 13:00 Brunch

 Entspannt wollen wir in den Tag gehen. Was eignet sich dafür besser,
 als mit dem "Kaffee Libertad" zu beginnen, einem korrekt angebauten
 Kaffee von einer Kooperative aus Chiapas/ Mexiko, der dazu noch überaus
 lecker schmeckt? Dieser Kaffee ist wirklich eine Entdeckung, und für
 die kleinen Leckereien haben wir den Koch aus der Cantina Publica
 (Körnerwall) gewinnen können.

14:00 Lesung mit Michaela Kilian: "Keine Freiheit ohne Gleichheit -

 Louise Michel"
 Louise Michel (1830-1905) war Anarchistin, Schriftstellerin,
 Ethnologin und libertäre Pädagogin. Mit ihr lebte und agierte eine
 zeitlebens widerständige Frau, über die es jedoch bis heute wenig
 deutschsprachige Literatur gibt. Die zumindest für den
 deutschsprachigen Raum umfassendste biographische Gesamtdarstellung
 schrieb Michaela Kilian. Bereits der Buchtitel setzt einen
 deutlichen Konterpart zum liberalen Denken, nach dem sich Gleichheit und
 Freiheit ausschliessen - der sich in der Wirtschaftskrise zeigende
 Niedergang des Neoliberalismus indessen sollte dazu auffordern,
 beide Postulate wieder zusammenzuführen.

15:30 Vortrag von Siegbert Wolf: "Den Sozialismus beginnen - Gustav

 Landauers sozialistischer Anarchismus"
 Bereits in seinem vor knapp 100 Jahren (1911) erschienenen "Aufruf
 zum Sozialismus" kritisierte Gustav Landauer Kapitalismus,
 "Staatswahn" und autoritären Marxismus gleichermaßen. In der
 "Schrifstellerrepublik", der bayrischen Räterepublik, vesuchte er
 als Mtglied des Zentralarbeiterrats seine Vorstellungen umzusetzen.
 Landauer war ein origineller, bisweilen irritierender Denker des
 Anarchismus, der auch Martin Buber beeinflusste und darüber bis in
 die israelische Kibbuzbewegung hineinwirkte. Siegbert Wolf, der
 bereits einige Publikationen zu Landauer verfasste, wird auch
 verdeutlichen, warum dese Gedanken nicht allein von historischem
 Interesse sind.
 

17:00 Kommunen-Gespräch

 Immer mehr Menschen entdecken, dass das vereinzelte Leben nicht ihre
 Sache ist. Spätestens bei der Frage nach dem Älterwerden überlegen
 sich viele Menschen, wie sie Leben wollen. Auch selbstbestimmte
 Formen generationenübergreifenden Lebens finden verstärktes
 Interesse. Bei der Frage, wie eine Kommune funktioniert, stossen wir
 darauf, dass nicht DIE Komune sondern eine Vielzahl
 unterschiedlichster Ansätze gibt. Mit Kommune-BewohnerInnen aus
 Bremen und Niedersachsen wollen wir nicht zuletzt der Frage
 nachgehen, welches Potential Kommunen als politische Projekte haben.

19:00 Input und Diskussion mit Friederike Pfaff über Anarchafeminismus

 Der Pop-Feminismus ist in aller Munde, Feminismus scheint kein
 Buh-Wort mehr zu sein, entdecken auch die "Alpha-Mädchen". Unter den
 ersten, die einem konsequenten Feminimsus den Weg bereiteten, der
 nicht nur aus gleicen Löhnen und Karrierechancen besteht, waren
 etliche Anarchistinnen. Über die entstehende Synthese, den
 Anarchafeminismus, wird Friederike Pfaff berichten, die dazu auch
 publiziert hat und selbst in anarchafeministischen Zusammenhängen
 aktiv ist.

20:30 Input und Diskussion mit Jürgen Mümken über Postanarchismus

 Witzbolde meinten gar, die Post - bzw. deren MitarbeiterInnen -
 würden nun anarchistisch. Der Begriff der Posmoderne wird da schon
 eher verstanden. Klar ist: wenn sich die gesellschaftlichen
 Verhältnisse und Rahmenbedingungen ändern, hat das Rück- und
 Wechselwirkungen auf die Theoriebildung. Wie also kann der
 "Anarchismus 2.0" aussehen? Über die "Anarchistische Theorie in der
 Postmoderne" wird Jürgen Mümken, der dazu schon einige
 Veröffentlichungen schrieb, eine Einführung halten.

22:00 Vortrag und Diskussion mit Christoph Spehr über Freie Menschen

 in freien Vereinbarungen
 Wenn das kein anarchistischer Pluralismus ist: ja, Christoph Spehr
 ist in der Linkspartei aktiv, er engagiert sich dort für
 emanzipatorische Entwicklungen; und AnarchistInnen standen der
 Beteiligung an/ in Parteien & Regierungen immer mehr als skeptisch
 gegenüber (Ausnahmen bestätigen die Regel). Aber Christoph Spehr hat
 sehr lesenswerte Publikationen geschrieben über Herrschaftskritik bzw.
 die Befreiung von Macht und Herrschaft. Auf solche Themen haben ja
 nicht nur selbsternannte AnarchistInnen ein Monopol. Wir erwarten
 also einen anregenden Vortrag und eine spannende Diskussion.

24:00 Filmvorführung "Surplus oder Konsumterror" (von Erik Gandini)

 Unser Mitternachtskino zeigt einen aus anarchistisch-philosophischer
 wie aus cineastischer Perspektive interessanten Film. John Zerzan,
 der amerikanische Philosoph, der im Mittelpunkt des knapp 60minütigen
 Films steht, vertritt den unter AnarchistInnen kontrovers
 disktierten und kritisierten sog. "Anarchoprimitivismus".
 Hochaktuell ist der Film durch seine globalisierungskritischen
 Aussagen. Und auch filmästhetisch ist dieser nach Art eines Musikvideos
 clipartig aufgemachte Film sehenswert.

Während der Veranstaltung: Anares-Büchertisch

 Die anarchistische Literaturpoduktion ist kaum überschaubar (in
 einigen Ländern gibt es eigene anarchistische Buchmessen!), sie ist
 in Deutschland in den "klassischen" Buchhandlungen gar nicht und in
 "linken" Buchläden nur in kleiner Auswahl zugänglich. Die Anares
 Föderation hat mehrmals eine "Bibliographie lieferbarer
 anarchistischer Bücher" für den deutschsprachigen Raum herausgegeben
 (zuletzt 1995/ 96). Der Büchertisch wird einen Querschnitt vor allem
 über die lieferbaren deutschsprachigen Bücher geben - vom 2000-2006
 bestehenden Buchladen "Andere Seiten" abgesehen wurde dieser
 Literaturbereich in Bremen noch nie so umfassend präsentiert.

Unsere Homepage: www.lange-naechte-der-anarchie.org

Alle Veranstaltungen finden (soweit nicht anders angegeben) im Paradox (Bernhardstr., im Ostertor) statt. Eintritt ist frei (bis auf die Vokü).

Veranstaltungsgruppe: FreundInnen der Anarchie

Für weitere Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihre Berichterstattung!

Beste Grüße,

Gerald Grüneklee info@lange-naechte-der-anarchie.org Tel. 0421/ 7947381



Aufruf A-Tage Hamburg 12.06.09 - 14.06.09

Wir - sich als Anarchist_innen definierende Menschen - haben das Bedürfnis, unsere Utopien über Szenekreise hinaus sichtbar zu machen und Austausch und Organisation voranzutreiben. Wir sehen eine Notwendigkeit darin, sich von Differenzen nicht abschrecken zu lassen, sondern eine langfristige gemeinsame Auseinandersetzung zu führen und daraus eine anarchistische Perspektive auch im Hier und Jetzt zu entwickeln.

Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen in dem Zeitraum vom 12.06. - 14.06.09 A-Tage in der Roten Flora in Hamburg zu veranstalten.

Unser Hauptaugenmerk an den A-Tagen soll auf den verschiedensten Organisationsformen liegen, da Organisierung unserer Meinung nach eine notwendige Konsequenz aus den bestehenden Verhältnissen hin zur Verwirklichung unserer Utopien ist. Wir wollen uns mit unterschiedlichen anarchistischen Kollektiven und Gruppen auseinandersetzen, welche sich mit Antirepression / Antiknast, Printmedien, Anarcha-Feminismus, anarchistischer Vernetzung oder Formen anarchistischem Zusammenlebens beschäftigen. Ausserdem wollen wir uns verschiedene anarchistische Organisationsansätze anschauen, wie zum Beispiel Anarcho-Syndikalismus, Individual-Anarchismus oder Aufständischem Anarchismus.

Seit Jahren zerfallen immer mehr Strukturen, Organisierung wird immer kurzlebiger und unverbindlicher. Mit Strukturen meinen wir sowohl politische Zusammenhänge als auch soziale und solidarische Netzwerke, wobei es in unserer Vorstellung von Gesellschaft keine Grenzen gibt - auch nicht zwischen politisch und sozial.

Die A-Tage betrachten wir als einen kleinen Schritt hin zu mehr Bewusstheit und Austausch. Eine Plattform auf der vorhandene Strukturen sichtbar gemacht und sich über Schritte hin zu einer längerfristigen Organisierung Gedanken gemacht und ausgetauscht werden kann.

Wir sind uns bewusst, dass das nur eine kleine Bewegung auf unserem Weg hin zu einer Veränderung der Gesellschaft ist, aber hey, wir bleiben in Bewegung! Uns ist klar, dass eine radikale Veränderung der Gesellschaft nur über einen langfristigen bewusstheitsbildenden Prozess erreicht werden kann. Wenn mensch betrachtet, über welchen Zeitraum sich egoistisches Handeln in einer neoliberalen, individualisierten Gesellschaft weiterentwickelt hat, dann müssen wir davon ausgehen, dass wir für die besagte Veränderung einen sehr langen Atem benötigen werden. Dennoch halten wir es für unerlässlich, uns kritisch mit den bestehenden Verhältnissen auseinanderzusetzten, für unsere Vorstellungen von einem herrschaftsfreien selbstbestimmten Zusammenleben zu kämpfen und letztendlich das kapitalistische System zu überwinden.

Wir wissen um die Widersprüche zwischen herrschaftsfreien Ideen und dem realen Bild der Szene - auch hier in Hamburg. Diesen zum Trotz, wollen wir möglichst vielen Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Organisierungsgrad oder Vorwissen die Möglichkeit geben, an den A-Tagen zu partizipieren. Im Vordergrund dieses Treffens steht für uns auch die lokale Vernetzung im norddeutschen Raum, da erfahrungsgemäss eine weitläufigere Vernetzung ohne eine solide Basis auf lokaler Ebene nicht fruchtbar ist.

Wir freuen uns auf ein interessantes und konstruktives Zusammentreffen libertär denkender Menschen.

Bis zum 12.06. mit anarchistischen Grüssen

Vorbereitungskreis der A-Tage in Hamburg

Kontakt: a-tagehamburg [AT] riseup.net Infos: http://libertaer.blogsport.de/


Aufruf zum Symposion: Die Stirner-Rezeption im Werke Ret Maruts / B. Travens

Prof. Dr. Gerhard Bauer (Berlin), Dr. Christoph Ludszuweit (Berlin), Maurice Schuhmann (Berlin) in Kooperation mit der Internationalen B. Traven Gesellschaft e.V. (IBT) und der Max Stirner-Gesellschaft e.V. (MSG)
02.10.-04.10.2009, Clubhaus der FU Berlin
Deadline: 2. Juni 2009

Inhaltliches Konzept

Prof. Dr. Gerhard Bauer, emeritierter Professor für Germanistik an der FU Berlin, Maurice Schuhmann, Lehrbeauftragter am Fachbereich Politikwissenschaft an der FU Berlin und Dr. Christoph Ludszuweit, ehemaliger Lektor der DAAD, beabsichtigen, mit Unterstützung der Max Stirner Gesellschaft e. V. (MSG) und der Internationalen B. Traven Gesellschaft e. V. (IBTG) anlässlich des 40. Todesjahres von Ret Marut / B. Traven ein interdisziplinäres Symposion zum Thema „Die Stirner-Rezeption im Werke Ret Maruts / B. Travens“ im Clubhaus der Freien Universität Berlin durchzuführen.

Es widmet sich den Einflüssen von Max Stirners Philosophie auf Ret Maruts / B. Travens journalistische Arbeiten, Erzählungen und Romane, die zwischen 1907 und 1959 entstanden. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Denken eines weltweit B Cbersetzten, deutschsprachigen Autors und eines in der Geistesgeschichte sehr einflußreichen Philosophen sollen in diesem Rahmen beleuchtet werden.

Der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte würde ohne diese beiden Autoren etwas Entscheidendes fehlen. In den Werken der beiden Autoren wurden grundlegende Probleme der Philosophie – Individualität, Identität, Tod und Vergänglichkeit – intensiv diskutiert.

An zentralen Themenbereichen wird der philosophische Einfluss von Max Stirner auf das Denken und Werk Maruts / Travens untersucht werden. Das Symposion strebt eine interdisziplinäre Perspektive (Philosophie, Literatur- und Sozialwissenschaften) an, um neue Aufschlüsse und ein geschärftes Verständnis des Werkes des von so vielen Geheimnissen umgebenen Autors Traven, über dessen Identität bis heute gerätselt wird, zu gewinnen.

Das Symposion wird, 40 Jahre nach Travens Tod und 90 Jahre nach Maruts „Verschwinden“, über die bloße Berührung der beiden Autoren hinaus ihr Lebenswerk, ihre politisch-philosophische Position, ihre literarischen Strategien und ihre historische Aktualität mit heutigen Analyse- und Diskursmethoden neu vermessen. Im Vordergrund stehen dabei die folgenden Komplexe:

  • Individualität, Identität und Anonymität
  • Das „Eigentum“, seine prekäre Begründung und Verabsolutierung
  • „natur“-gegebene und kulturell/politisch gesteuerte Vergesellschaftung und MaxStirners Kritik an Interessen und Zusammenschlüssen
  • Kritik, Protest, „Empörung“, Rebellion
  • Lebensintensität, Leiderfahrung, Tod
  • Pamphlet und Story als Modi des Ansinnens von Verhaltensweisen.

Es versteht sich als der Versuch, den gegenwärtigen Forschungsstand zur damaligen utopischen Besetzung und Literarisierung der Politik sowie zur hervorstechenden politischen Rolle von Intellektuellen auch für die beiden so ungleichen, aber gleichermaßen über ihre Einzelexistenz hinaus denkenden Autoren fruchtbar zu machen.

Organisatorisches Das Spektrum des Symposiums ist disziplinübergreifend angelegt. Die Zahlder Referent/innen ist auf 12, die Zahl Teilnehmer/innen auf 50 beschränkt, um eine intensive Arbeitsatmosphäre zu gewährleisten. Für jeden Beitrag ist insgesamt eine Stunde vorgesehen, wobei die Vortragszeit max. 30 Minuten beträgt. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Die Beiträge werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Weitere Informationen: Internationale B. Traven-Gesellschaft: www.btraven.com Max Stirner Gesellschaft: www.msg es.de

Erbeten werden ein Abstract von maximal einer Seite Länge, in dem dasVortragsvorhaben skizziert wird, sowie ein kurzer Lebenslauf mitStichworten zu den Forschungsinteressen an die Email-Adressen: Dr. Christoph Ludszuweit: cludszu@aol.com – Maurice Schuhmann: MauriceSchuhmann@aol.com

Stichtag der Einsendung ist der 02.06.2009. Die Rückmeldung über Annahme oder Ablehnung der Beiträge erfolgt bis zum 04.07.2009. Die Kosten für Unterkunft und Anreise werden erstattet (vorbehaltlich der Förderzusagen).


Vielen Dank.

Gruß,

Maurice


Die Lange Nacht des B. Traven am 26. 3. 2009.

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.,und die Internationale B. Traven Gesellschaft e.V. präsentieren Die Lange Nacht des B. Traven. Filme und Musik zum 40. Todestag am 26. März 2009 um 18.30 Uhr

Als die sozialrevolutionären Romane B. Travens in den 1920er Jahren bei der Büchergilde Gutenberg erschienen, wurde gerätselt, wer sich hinter dem Pseudonym des Deutsch schreibenden Autors verbergen könnte. Der Welterfolg der Romane, ihre zahlreichen Verfilmungen intensivierten die Suche nach dem Autor, bis schließlich der deutsche Emigrant Ret Marut, der einst in München die anarchistische Zeitschrift Der Ziegelbrenner herausgegeben hatte, identifiziert werden konnte. B. Traven, als Autor sozialkritischer Romane, als Beschreiber von Unterdrückung und Armut in Lateinamerika ist nach wie vor aktuell. Aus Anlass seines 40. Todestages am 26. März 2009 wird eine Erinnerung an Ret Marut / B. Traven präsentiert.

Begrüßung:
Gisela Kayser
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

Einführung:
Prof. Dr. Gerhard Bauer, FU Berlin
„Menschenwürde – propagiert, ausfabuliert, noch nachgefragt?“

Filmvorführungen ab 19.00 Uhr:

Der Schatz der Sierra Madre
von John Huston, einem der großen Regisseure des
Hollywoodkinos mit Humphrey Bogart, USA 1948
(90 Min.)

Schauplätze der Weltliteratur.
B. Traven in Mexiko
von Georg Stefan Troller, D 1980 (87 Min.)

Rebellion der Gehenkten
von Juan Louis Buñuel, dem Sohn von Louis Buñuel,
MEX/D 1986, Drehbuch: Heiner W. Geißendörfer
(215 Min.)

Musik:
dj gott manfred,
Die Passanten,
Klotz & Dabeler

Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28 • 10963 Berlin,
Bus M41, U-Bhf. Hallesches Tor,
Tel.: 030 / 259 93 787,
www.freundeskreis-wbh.de
Eintritt frei, allerdings Ausweis erforderlich


Anarchistischer Kongress/Anarchist Convention

Anarchistischer Kongress vom 10. - 13. April 2009 in Berlin

Unter dem Motto Anarchismus im 21. Jahrhundert. Anarchie organisieren veranstalten die Anarchistische Förderation Berlin und Freund_innen an Ostern 2009 einen anarchistischen Kongress in Berlin. Zum viertägigen Kongress sind verschiedene Referierende und Vertretungen internationaler und lokaler anarchistischer Gruppen und Organisationen eingeladen zu diskutieren, sich auszutauschen und zu vernetzen sowie neue Ideen und Ansätze für den Anarchismus zu entwickeln. Es würde uns große Freude bereiten, euch dabeizuhaben. Bitte leitet diese Einladung auch an mögliche Interessierte weiter.


Anarchismus im 21. Jahrhundert

Geschichtlich hat der Anarchismus seit seiner Entwicklung ab dem 18. Jahrhundert regional eine zentrale Rolle gespielt. Bei der Märzrevolution in Deutschland und der Pariser Kommune des 19. Jahrhunderts spielten anarchistische Ideen mit, in Bayern, Mexico, Spanien und der Ukraine gelang es im 20. Jahrhundert, kurze Phasen anarchistischer Organisierung in der Gesellschaft zu etablieren. Der Anarchismus brachte eine erhebliche Menge theoretischer Arbeiten, neuer Strömungen und breit rezipierter Aktionen hervor. Dazu hat der Anarchismus wichtige Impulse für Kunst und Kultur gegeben. Welche Rolle spielt der Anarchismus heute? Thematisiert er bestehende Herrschaftsverhältnisse, bietet er Analysen und Lösungen dafür an? Welche neuen Ansätze bietet er und wie verarbeitet er die neuen Impulse und Erkenntnisse der Forschung? Beziehen sich Protagonist_innen zeitgenössischer wissenschaftlicher Diskurse und lokale Bewegungen auf den Anarchismus oder ist er nur eine marginalisierte Szene ohne jeden Rückhall? Welche Struktur hat die anarchistische Szene zur Zeit global, welche Angebote macht sie und wird sie in absehbarer Zeit wieder zur Bewegung werden? Welchen Weg kann der Anarchismus im weiteren Verlauf des 21. Jahrhunderts gehen und wo wird er möglicherweise ansetzen? Diese Fragen und viele, die sie berühren, werden auf dem anarchistischen Kongress erörtert.


Anarchie organisieren

Die Geschichte des Anarchismus hat eine Fülle unterschiedlicher Strukturen hervorgebracht, darunter unterschiedliche Interpretationen des anarchistischen Modells der Föderation, die Organisation in Gewerkschaften und Parteien bis hin zur konsequenten Organisierung in temporären autonomen Zonen, kleinen Projekten und autonomen Affinity-Groups. Welche Form bietet welche Vorteile und ist mit welchen Risiken verbunden? Wie kann sich die anarchistische Philosophie dauerhaft in den gesamtgesellschaftlichen Diskursen etablieren? Zusätzlich bietet der Kongress die Möglichkeit, die Erfahrungen und Arbeitsweisen einzelner anarchistischer Zusammenhänge, Projekte, Gruppen und Föderationen kennenzulernen, sich darüber auszutauschen und Verbindungen zu knüpfen.

Der anarchistische Kongress findet vom 10.- 13. April 2009, zu Ostern, in Berlin statt. Räume und Schlafplätze werden organisiert und die genauen Orte kurzfristig bekanntgegeben. Bitte Isomatte, Schlafsack und Hygieneartikel mitbringen. Neben vorbereiteten Beiträgen und Workshops wird parallel ein Open Space durchgeführt. Nach dem Kongress wird ein Reader herausgegeben, wir bitten um Erarbeitung und Zusendung von Abstracts und Protokollen der Workshops.

Der Fortschritt kann im frei bearbeitbaren Wiki unter http://www.akongress.org verfolgt werden.


Kontakt und Anmeldung

Unsere email ist / our email is: Akongress09@gmx.de


Vorbereitungstreffen / Preperation Meeting: jeden 2., 3. und 4. Sonntag um 16.00 Uhr im New Yorck (Ehemaliges Betanienkrankenhaus)

Links:


6. Pierre Ramus-Symposion, Wien

REVOLUTION UND RÄTEDEMOKRATIE
Politische Aufbruchbewegungen in Bayern, Österreich und Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg

Freitag, 21. und Samstag, 22. November 2008
Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien

Programm:

Freitag, 18.15 Uhr: Eröffnung

Freitag, 18.30 Uhr:
Hans Hautmann:
Die Rätebewegung in Österreich nach dem Ersten Weltkrieg

Freitag, 19.30 Uhr:
Gerhard Senft:
Revolution und Rätesystem in Ungarn 1919

Samstag, 17.00 Uhr:
Dieter Schrage:
Die Räterepublik in Bayern 1918/19

Samstag, 18.00 Uhr:
Das Erste Wiener Lesetheater präsentiert Texte zur Räterepublik in Bayern
(G. Landauer, E. Mühsam, E. Toller, W. Hasenclever, O. M. Graf); es lesen
Franz Hütterer, Ottwald John, Ulrike Makomaski und Andrea Pauli

Samstag, 19.00 Uhr:
Präsentation von Dokumentarfilmmaterial zur Geschichte der Bayerischen Räterepublik (bereitgestellt vom Bundesfilmarchiv Berlin)

Samstag, 20.00 Uhr:
Film von Wolfgang Kahle und Georg Walschus: „Revoluzzer – Räte – Reaktionäre.
Die Geschichte der Bayerischen Räterepublik 1918 - 1919 unter Kurt Eisner.“ [1968] (bereitgestellt von der Mediothek der Humboldt-Universität Berlin)

Eintritt frei
Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien,
Wissenschafts- und Forschungsförderung


Herbst der Anarchie in Wien

Das Programm:

  • Di 4.11. Ausstellungseröffnung Stefan Weber Vorlass (aus den Beständen der WienBibliothek im Rathaus). Die Wiener Rock-Legende, der Frontman der allzeit zu Provokationen bereiten Langzeit-Rockband Drahdiwaberl, gilt als moskautreuer Anarchist, was eine hochgradig paradoxe Mischung zu sein scheint. Kunst und Leben so zu verquicken, wie es Stefan Weber verstand/versteht, hat sicher mehr mit Dadaismus als mit Leninismus zu tun... 1200, Gaußplatz 11
  • Mo und Di 10. & 11.11. Tribute to Rio Reiser (Krispel, Soyka, Witzlsperger, Brunner, Lang)
    Hommage an Rio Reiser und an die Band "Ton, Steine, Scherben", ohne die viele Deutsche nicht den Mut hätten, schlimmer zu sein als die staatlichen Gesetze es erlauben. Weltpremiere der Rio Reiser Revival Band. 1200, Gaußplatz 11
  • Di 18.11. Anarchie neu denken. Immerwährende Thematisierung von Herrschaft. Podiumsdiskussion: Gerhard Senft, Adolf Holl, Viktor Halb, Hubsi Kramar, Arno Uhl, Anna Staudacher, Martina Kaller, Organisator A-Camp, Tatblatt-Macher. Moderation: Walter Famler, Wespennest. Gaußplatz 11
  • Do 20.11. Bunkerei im Augarten: Konzert Miksch & die KodaKomischKombo – Tom Waits wienerisch
  • Fr 21. und Sa 22.11. IWK: Revolution und Rätedemokratie. Politische Aufbruchsbewegungnen in Bayern, Österreich und Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg. Ein Symposium der Pierre Ramus-Gesellschaft (Kooperationspartner) im Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17. Referenten: Hans Hautmann, Gerhard Senft, Dieter Schrage. Eine Empfehlung des Aktionsradius.
  • Mo 24.11. Branko Andric Memorial: Der Anarcho-Tschusch aus Novisad, mit audiovisuellen Mitteln von Branko Andric jun. aus dem Boheme-Paradies auf die Erde zurück geholt. 1200, Gaußplatz 11
  • Di 25.11. Bunkeriei im Augarten: Konzert mit Otto Lechner, Oliver Welter. Lechner, Bürgermeister der fiktiven Augartenstadt, Mentor einer „Stadterhebung von unten“, ist die personalisierte Verhöhnung des Parlamentarismus.
  • Do 27.11. Stadtflanerie Elke Krasny: Nonkonformistinnen, Anarchistinnen. Siehe unten *)
  • So 30.11. PhiloCafe spezial zum Thema Anarchie? 1200, Gaußplatz 11

So. 30.11.

KURZER HERBST DER ANARCHIE
14.00 bis 24.00 Uhr, Atelier Kribusz, 1080, Daungase 2
Eine Veranstaltung von Monika Kribusz und Aktionsradius Wien. Kooperation: Pierre Ramus Gesellschaft.

Programm:

  • 14.00 Auftakt mit dem Film „Volk in Waffen“
    Arbeiter, die aktiv im anarchistischen spanischen Gewerkschaftsverband CNT waren, haben sich mit dieser Filmdokumentation aus dem Jahr 1936 selber zu Hauptdarstellern gemacht. 46 min. D.
  • 15.00 Arena – Ägidi – Stadt des Kindes
    Film, Fotos, Texte, Diskussion. Ein Vergleich der drei Hausbesetzungem in Wien. Insbesondere die Arena-Besetzung (1975) wird oft als das "österreichische 68" bezeichnet. Als „Zeitzeuge“ und Mitbesetzer berichtet der Kunsthistoriker Dieter Schrage über die Anarchogruppe „Springinkerl“ und über weitere A-Aspekte der Arenabewegung.
  • 16.30 Die Vergessenen. Herbert Müller Guttenbrunn und Pierre Ramus haben zumindest 3 Dinge gemeinsam: Sie werden, weil ihr Denken auch heute unvermindert subversiv wäre, aus der Reihe der denkwürdigen historischen Personen Österreichs ausgeschlossen, sie waren Anarchisten – und sie lebten beide in Klosterneuburg. Allerdings als zerstrittene Nachbarn. Ein dritter vergessener Anarchist kannte sie beide: der Wiener Karl. F. Kocmata, Herausgeber der Anarcho-Zeitung „Ver!“, Kriegsdienstverweigerer und Gefängniskritiker. Vorgestellt werden die Avantgardisten der Staatskritik von Gerhard Senft, Beatrix Müller und Reinhard Müller. Aus dem „Alfabet des anarchist. Amateurs“ (Müller Guttenbrunn) liest Maren Rahmann..
  • 17.30 Hubsi Kramer über Hermann Schürrer
    Hermann Schürrer wird vielleicht auch deshalb aus dem "Kanon" der österreichischen Weltliteratur herausgehalten, weil sein Denken voller anarchistischer Essentials war.
  • 18.30 Bob Hewis singt Billy Bragg
    Der Brite, der in Wien lebt, interpretiert Songs des Barden der Bergarbeiterstreiks gegen die Thatcher-Regierung
  • 19.30 Lesung Ilja Stojanov, Bulgarien
    Wussten Sie, dass die Idee des Anarchismus in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts in Bulgarien ebenso Massen bewegte wie in Spanien?
  • 20.30 „Die Tat des Anarchisten Lucheni. Oder: E finita la commedia“. Das Erste Wiener Lesetheater präsentiert ein Stück von Dieter Schrage über eine aus seiner Sicht missglückte „Propaganda der Tat“, der beinahe die österreichische Kaiserin Sisy zum Ofer gefallen wäre.
  • 21.30 Lieder gegen die Macht: Von Soyfer bis Degenhardt. Mt Heinz Kreuer (voc, git) und Maren Rahmann(voc, akk). Unglaublich, sogar unter den Reinhard Mey-Songs entdeckte der aus dem Rheinland stammende Sänger Kreuer einen, der jeder Anarchistin, jedem Anarchisten ans Herz geht.
  • 22.30 Soloperformance Monika Kribusz „Zwei ohne Herrschaft“
    Die Gastgeberin stellt ihr Stück vor, das extra für den KURZEN HERBST DER ANARCHIE maßgeschneidert wurde. Wenn man weiß, dass die kleinen und großen Revolten gegen die Macht wie kurze Krankheiten sind, durch die die Macht unbeschadet durchgeht - was tun, um so zu leben, dass niemand über dir, aber auch niemand unter dir steht?
  • 23.00 Das A im Herzen – Street Art Schablone von Monika Kribusz. Eine Geburtsstunde.

Eintritt: 10 Euro

(*) 27. November 17.00-19.00 Uhr: StadtFlanerie.
Anarchistinnen, Tänzerinnen und Demonstrantinnen
Frauen auf dem Weg von der Burggasse bis zur Gumpendorfer Straße.
Elke Krasny erzählt weibliche Wiener Gegengeschichten. In der historischen Rekonstruktionsreise begegnen einander die Schriftstellerin Elsja Asenijeff mit dem "Aufruhr der Weiber und das dritte Geschlecht", die kritische Choreografin und Kriegsgegnerin Gertrud Kraus, die Töchter von Karl Marx, Laura Lafargue und Eleanore Aveling und 700 Streikende. Treffpunkt: Burggasse/Ecke Breitegasse vor dem kleinsten Haus Wiens, 1070 Wien


Søren Kierkegaard, zeitgen. Zeichnung

Kierkegaard-Symposium in Wien

Montag, 5. Mai 2008

Søren Kierkegaard - Eine Zäsur in der Moderne
 
Einleitungsvortrag um 10.00 Uhr
im Seminarraum 1 der Abt. für Skandinavistik der Universität Wien:
 
Kierkegaard und das Goldene Zeitalter Dänemarks
Dr. Jon Stewart
Kierkegaard Research Centre an der Universität Kopenhagen
 
ab 15.30 Uhr
im Lesesaal der Abt. Skandinavistik der Universität Wien:
 
Einführung
O.Univ.Prof. Dr. Sven H. Rossel
Abt. f. Skandinavistik an der Universität Wien
 
Kierkegaard und Hegel über Glaube und Wissen
Dr. Jon Stewart
Kierkegaard Research Centre an der Universität Kopenhagen
 
Kierkegaard und Stirner – Individualität oder Einzelhaft?
Mag. Dr. Friedrich F. Brezina
Universitätslektor am Inst. f. Philosophie der Universität Wien
 
„Die freie Konkurrenz ist nicht ‚frei’…“ Zur Rezeption der Politischen Ökonomie durch Max Stirner
Prof. Mag. Dr. Gerhard Senft
Inst. f. Wirtschafts- u. Sozialgeschichte der Wirtschaftsuniversität Wien

Abschließend Buffet.

Um Anmeldung wird gebeten an Frau Mag. Ina Ritter: ina.ritter@univie.ac.at


"España en el corazón" - Der Spanische Bürgerkrieg. Medien und kulturelles Gedächtnis

Antifaschistisches Poster der CNT-FAI

Im Rahmen des Themenschwerpunkts Gedächtnis und Erinnerung des Ibero-Amerikanischen Instituts Berlin findet vom 7.2.-25.3.08 die von Rüdiger Reinecke (Universität Osnabrück) kuratierte Ausstellung "España en el corazón. Der Spanische Bürgerkrieg: Medien und kulturelles Gedächtnis" statt. Hier werden im Lesesaal eine Vielzahl von Büchern, Plakaten usw. zum Thema gezeigt, oft seltene Stücke. Aber auf alle Fälle etwas für Bibliophile. Ein Katalog, gleichzeitig Antiquariatsverkaufskatalog mit dem Titel "Die Freiheit fällt nicht vom Himmel. Fundstücke aus dem Spanischen Bürgerkrieg." liegt vor.

Der Spanische Krieg (1936-1939) war mehr als ein "Bürgerkrieg". Er war der große europäische Krieg, der den Zweiten Weltkrieg vorbereitet hat. Auf internationaler Ebene illustriert das Engagement der Internationalen Brigaden, dass dieser Krieg der erste wirkliche Versuch war, der Bedrohung durch den Faschismus Europas entgegenzutreten. Für viele deutsche Exilanten spielte er eine besondere Rolle in der konkreten und für die internationale Öffentlichkeit sichtbaren Bekämpfung des deutschen Faschismus. Sie versuchten dies u.a. mit den Mitteln der Kunst und Literatur. Die Ausstellung dokumentiert die Vielfalt dieses kulturellen Engagements, das zeitweise eine Kulturrevolution darstellte, in der die Kultur und die Literatur zu einer Angelegenheit aller wurde: dichtender Soldaten und Arbeiter ebenso wie großer Maler (Joan Miró), Fotografen (Robert Capa und Gerta Taro), Plakatkünstler (Helios Gómez und Josep Renau) oder Schriftsteller (von Ernest Hemingway bis Thomas Mann). Die Ausstellung zeigt erstmalig in seinem internationalen Zusammenhang ein Ensemble von Büchern und Buchumschlägen, Broschüren, Flugblättern, Tarnschriften und Raubdrucken, Zeitungen, Grafiken und Plakate, Fotografien und Fotoreportagen, Liedern, Schallplatten, Radiosendungen in ihren medialen Wechselwirkungen.

Damit dokumentiert sie die kulturell-kommunikativen Aneignungs- und Erinnerungsmechanismen in beiden deutschen Staaten, insbesondere aber in der DDR, bis in die jüngste Gegenwart.

Termin und Ort: 7. Februar - 25. März 2008. Lesesaal des Ibero-Amerikanischen Instituts Preussischer Kulturbesitz (Berlin). Potsdamer Str. (neben der Staatsbibliothek)



Veranstaltung Lust und Freiheit .jpg

Die Lust und die Freiheit (Lesung und Konzert)

Maurice Schuhmann stellt seine Studie „Die Lust und die Freiheit“ vor, in der er die Freiheitsbegriffe des französischen Erotikschriftstellers Marquis de Sade und des deutschen Philosophen Max Stirner miteinander konfrontiert. Er wird Auszüge aus seiner Untersuchung vortragen.

Für die musikalische Untermalung sorgt der Pianist Sascha Mersch, für den sich das Klavier als ein Schlaginstrument auftut. Zu seinem Repertoire gehören neben melancholisch-erotischen Liedern auch Texte des Marquis de Sade.

Eintritt ist frei – eine Spende erbeten.

Weitere Informationen:

Zeit: Donnerstag, 7. Februar 2007, ab 19.30h

Ort: Berlin-Charlottenburg, Knobelsdorffstr. 34

Veranstalter: Café Sartre


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