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Ethel MacDonald (Podcast)

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Die Radiostimme der spanischen Revolution

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(Laufzeit: 00:08:07 • Größe: 7,4 MB • Sendung vom 27.03.2007 • By Radio Chiflado)

„Ich ging nach Spanien – voller Hoffnungen und Träume. Es versprach die konkrete Utopie. Ich kehre zurück mit Schwermut, fast teilnahmslos durch die Tragödie, die ich gesehen habe.“ Der Aufstand der Bergarbeiter in Oviedo (Asturien), an dem Anarchisten, Kommunisten und Sozialisten teilnahmen, elektrisierte Ethel MacDonald, die bis dahin als anarchistische Aktivistin in Glasgow arbeitete. Der Militärputsch unter General Franco versetzte sie in rege Aktivitäten. Sie schrieb dagegen an, verteilte Flugblätter, rief zu Aktionen auf. Als die CNT in Barcelona einen Englisch sprechenden Journalisten suchte, war Ethel erste Wahl. Dort wurden auch schnell ihre propagandistischen Fähigkeiten erkannt. Ethel wurde die Stimme der anarchistischen Rundfunkstation in Barcelona. Rund um die Welt gingen nun übers Radio die Geschehnisse in Spanien. Im Mai 1937 wurde auch sie verhaftet. Im Gefängnis schrieb sie Nachrichten für andere Gefangene und schmuggelte diese zusammen mit ihren Berichten in Lebensmitteldosen heraus. Nach ihrer Freilassung tauchte sie ab in den praktischen Widerstand und verhalf dank ihrer internationalen Kontakte vielen GenossInnen zur Flucht. Später erzählte sie in Paris und Amsterdam von der spanischen Revolution und rief zum Kampf gegen den Faschismus auf. In den letzten Jahren arbeitete sie wieder als Journalistin, aber auch als Druckerin und verteilte die Zeitungen auf den Strassen Glasgows. Am 1.Dezember 1960 starb sie an Multiple Sklerose.

Literatur

  • Rhona Hodgart, Ethel MacDonald: Glasgow Woman Anarchist. ISBN 1873605285

Weblinks